Ein Jahr Lärmschutzwall an der B 51
Mit dem Bau der geplanten Bitburger Nord-Ost-Tangente wird es für die Anwohner zwangsläufig lauter. Dagegen helfen soll ein Lärmschutzwall - ähnlich wie jener, der im vergangenen Jahr an der B 51 errichtet wurde. Dort sind die Anwohner mit dem Ergebnis äußerst zufrieden.
Bitburg. (uhe) "Es ist nur ein subjektives Empfinden, und ich kann es auch nicht nachweisen, weil ich es nie gemessen habe", sagt Guido Walscheid, "doch ich finde, dass es deutlich ruhiger geworden ist."
Guido Walscheid lebt in der Bitburger Lessingstraße. Was dort täglich an Verkehr vor seinem Haus vorbeizieht, ist überschaubar. Anders ist das auf der Rückseite. Denn hinter seinem Grundstück verläuft die B 51, auf der Autos und Lastwagen zu Stoßzeiten im Sekundentakt von Norden nach Süden und von Süden nach Norden brettern.
Früher hat Walscheid die Fahrzeuge nicht nur gehört, sondern auch gesehen. Doch im vergangenen Jahr wurde zwischen den Häusern der Lessingstraße und der B 51 ein 600 Meter langer Schutzwall errichtet. Seitdem sind die 25 000 Fahrzeuge, die täglich hinter seinem Haus vorbeibrausen, aus seiner Aussicht verschwunden.
Mit dem Ergebnis "absolut zufrieden"
Walscheid und weitere Anwohner der Straße hatten für die Aufschüttung des 25 000 Kubikmeter großen Erdwalls lange gekämpft. Dafür hatten sie sogar auch Teile ihrer Grundstücke geopfert und schließlich Glück gehabt, dass mit dem Bau der Ortsumgehung Wolsfeld genügend Erdmasse ausgebaggert wurde, um daraus in Bitburg den erwünschten Wall zu errichten. Und mit dem Ergebnis ist Walscheid "nach wie vor absolut zufrieden".
Dem kann sich Karl Mayer nur nahtlos anschließen. Auch er wohnt in der Lessingstraße, hat sich für die Umsetzung des Projekts ebenfalls eingesetzt und hat hinter dem Haus nicht nur den Schutzwall, sondern auch eine Terrasse, auf der er sich jetzt gerne aufhält.
Wenn er dort früher mit Bekannten gesessen habe, sei eine Unterhaltung aufgrund des lauten Verkehrs oft gar nicht möglich gewesen, erzählt er. Doch das habe sich zum Glück geändert. Fahrzeuge hört er zwar noch immer. Aber es ist deutlich ruhiger geworden. Und das hätten ihm auch Anwohner der Heinrichstraße bestätigt.
Von einer spürbaren Verbesserung spricht auch Anton Bednarz, dessen Haus ebenfalls in der Lessingstraße steht. Dass auf der anderen Seite des Hügels nach wie vor viele Fahrzeuge unterwegs sind, sei zwar immer noch zu hören, aber längst nicht mehr so intensiv wie "vor dem Wall". "Uns war natürlich von Anfang an klar, dass man den Lärm nicht auf null reduzieren kann."