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Ein Konzept für die Gartenschau in Bitburg

Landesgartenschau 2026 : Gartenschau in Bitburg: Planer sollen Konzept für Bewerbung ausarbeiten

Der Zweckverband Flugplatz Bitburg hat ein Planungsbüro mit der Ausarbeitung einer Bewerbung für die LGS 2026 beauftragt.

Bis zum 15. Oktober muss die Bewerbung beim rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium eingereicht sein. Dem Zweckverband Flugplatz Bitburg läuft also so langsam die Zeit davon, weshalb der Verbandsausschuss vor wenigen Tagen beschlossen hat, den Auftrag nun endlich zu vergeben. Den Zuschlag erhalten hat das Büro Planstatt Senner aus Süddeutschland. Aufgabe der Landschaftsarchitekten wird es sein, ein Konzept zu erstellen, mit dem sich der Zweckverband Flugplatz Bitburg für die Austragung der Landesgartenschau (LGS) 2026 bewerben kann. Austragungsort soll das Bitburger Housing-Areal, genau genommen ein Teil der ehemals amerikanischen Wohnsiedlung sein.

Dass sich der Zweckverband ist seit vergangenen Herbst mit dem Vorhaben befasst. Dass er aber erst jetzt die Planung in Auftrag gibt, hängt damit zusammen, dass zuvor erst die Gremien der Zweckverbandsmitglieder zustimmen müssen. Dazu  zählen der Kreis und die Stadt Bitburg (jeweils 37 Prozent), die VG Bitburger Land (24 Prozent) sowie die Ortsgemeinden Röhl und Scharfbillig (jeweils ein Prozent). Für eine LGS-Bewerbung sind gemäß Verbandsordnung mindestens 77 Prozent der Stimmen erforderlich. Das bedeutet, dass auf jeden Fall  die drei größten Mitglieder des Zweckverbands müssen zustimmen müssen. Der Stadtrat hat das bereits im vergangenen Jahr getan, der Kreistag im Januar. Was aber  noch fehlt, ist die Zustimmung des VG-Rats Bitburger Land. Mit der allerdings ist frühestens Ende April zu rechnen, weil vorher aufgrund der Pandemie keine Ratssitzung stattfinden wird.

Damit der Zweckverband trotzdem loslegen kann, wurde die Sache ein wenig beschleunigt. So hat sich am Mittwochabend der Hauptausschuss der VG bei seiner Videokonferenz-Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, dem Zweckverband das Votum für die Auftragsvergabe zu erteilen. Genau wie der Kreistag hat der Hauptausschuss die Zusage für die Landesgartenschau-Bewerbung an die Bedingung geknüpft, dass dem VG-Rat vor Abgabe der Bewerbungsunterlagen das ausgearbeitete Konzept und der Investitionsplan nochmals vorgelegt werden. Sollte sich bei der Erarbeitung des Konzepts herausstellen, dass die Veranstaltung auf dem Housing-Gelände für den Zweckverband und damit auch für dessen Mitglieder deutlich teurer werden dürfte als erwartet, könnte die Bewerbung auf Grundlage eines erneuten Beschlusses noch zurückgezogen werden.

In diesem Fall würden lediglich die Kosten für das Konzept anfallen. Laut Angebot, dem der Zweckverband nun den Zuschlag erteilt hat, liegen die Kosten dafür bei knapp 96 000 Euro und damit noch deutlich unter dem, was zunächst als grobe Kostenschätzung (150 000 Euro) in der Sitzung des Kreistags präsentiert worden war.

Wie Zweckverband-Geschäftsführer Helmut Berscheid erklärt, seien im Vorfeld insgesamt 13 potenzielle Planungsbüros angeschrieben und um die Einreichung eines Angebots gebeten worden. „Da wir mit dem geschätzten Auftragsvolumen noch deutlich unter dem EU-Schwellenwert von 214 000 Euro netto gelegen haben, mussten wir die Planung nicht europaweit ausschreiben, sondern konnten sie selbst freihändig vergeben“, so Berscheid. Neben dem Preis seien zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots weitere Kriterien wie etwa die inhaltliche und zeitliche Darstellung des Projekts oder die Kompetenz der Projektleitung ausschlaggebend gewesen, erklärt er. Den Zuschlag erhalten habe das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.