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Ein Landkreis der kleinen Rekorde

Statistik : Zahl der Woche: Landkreis der kleinen Rekorde

233 Gemeinden gibt es im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Das ist eine ganze Menge, nicht nur im Vergleich mit den Nachbarn.

Trotzdem lohnt ein Blick: So bringen es der Landkreis Bernkastel-Wittlich (105) und der Vulkaneifelkreis (109) nicht mal zusammen auf so viele Orte. Noch bemerkenswerter ist allerdings, dass der Eifelkreis sogar bundesweit der absolute Spitzenreiter ist, was die Zahl der Gemeinden angeht.

Er ist trotzdem vergleichsweise dünn besiedelt. Rund um Wittlich und Bernkastel-Kues etwa leben einige Menschen mehr. Statistisch lässt sich das so erklären, dass es in der Nähe von Bitburg und Prüm sehr viele Dörfer mit teilweise ein- bis zweistelligen Einwohnerzahlen gibt.

Und das sorgt für weitere Rekorde: Unter den 100 kleinsten Orten Deutschlands liegen 50, also genau die Hälfte, im Eifelkreis. Sogar in die Top 10 haben es fünf Dörfer aus der Region geschafft.

Und das sind die Tabellenführer: Auf Platz vier der kleinsten deutschen Orte liegt Keppeshausen (VG Südeifel) mit gerade einmal 14 Einwohnern. In Hamm, im Bitburger Land, leben immerhin drei Personen mehr. Gefolgt werden die beiden Orte von den zwei Südeifeldörfern Herbstmühle (18 Einwohner) und Ammeldingen an der Our (23 Einwohner) sowie Sengerich im Arzfelder Land (20 Einwohner).

Bis 2018 stellten die Eifeler übrigens noch das zweitkleinste Dorf Deutschlands: Hisel. Dort lebten bis vergangenes Jahr zehn Menschen. Wegen finanzieller Schwierigkeiten hatten sich die Hiseler aber entschieden, mit dem Nachbardorf Brimingen zu fusionieren. Das kleinste Dorf war damit Geschichte.

Ärgerlich für manchen Rekordfan: Das kleinste Dorf in Rheinland-Pfalz und damit die zweitkleinste Gemeinde in der Bundesrepublik liegt jetzt im Kreis Bernkastel-Wittlich. In Dierfeld im Wittlicher Land leben nur zehn Menschen und damit vier weniger als in Keppeshausen.