Ein lebendiges Islekdorf

KESFELD. (js) Schöner Wohnort in ruhiger Lage: Kesfeld liegt auf der Leidenborner Höhe, zählt 101 Einwohner und ist noch immer landwirtschaftlich geprägt.

Fährt man durch den kleinen Weiler Kesfeld, fallen schöne Fassaden und Vorgärten auf. Auch der alte Baumbestand ist ortsbildprägend. Der Ortsname kommt wohl von "Kesselbach", einem Flüsschen, das die Ortschaft durchquert. "Kesselveld" wird bereits im Jahre 1245 erwähnt. "Die Einwohnerzahl ist etwas rückläufig, wir haben aktuell 101 Einwohner", sagt Ortsbürgermeister Theo Lepage vom Dromigthof. Dieses Gehöft gehört ebenso wie der Ortsteil Spielmannsholz zu Kesfeld. Im Dorf gibt es noch fünf Haupterwerbs-Landwirte, viele Menschen finden ihre Arbeitsstätte in den nahegelegenen Klein- und Mittelzentren. "Aber immerhin gibt es noch einen Getränkemarkt, ein Backhaus und einige Ferienwohnungen", sagt Lepage. Der Dromigthof macht durch spezielle Aktionen für Feriengäste und Kinder alljährlich auf sich aufmerksam und findet eine gute Resonnanz. Kesfeld gehört zur Pfarrei Goßkampenberg, hat keine eigene Kapelle oder Fiedhof. Zu sehr war man immer ins nahe "Kämpen" orientiert, dessen Kirchturm von Kesfeld wie ein Recke wahrzunehmen ist. Beerdigt wird auch im Pfarrort Großkampenberg. Wichtig für das dörfliche Leben sind die Freiwillige Feuerwehr und die Frauengemeinschaft. "Jedes Jahr feiern wir drei Wochen nach Pfingsten den Dämmerschoppen, der Jung und Alt zusammenführt", sagt Theo Lepage. Die Brauchtumspflege ist ein wichtiges Element im Dorfleben: Klappern, Burgbrennen, Heischegang der Kinder und der "Kindskaffee" haben eine lange Tradition. Das Dorfgemeinschaftshaus ist der örtliche Mittelpunkt. "Es wurde umgebaut und soll noch in diesem Jahr eingeweiht werden", sagt der Ortsbürgermeister. Die Flurbereinigung befindet sich in der Endphase, fertig gestellt ist hingegen der Windpark mit insgesamt sechs Windrädern auf der Gemarkung Kesfeld.