Ein letztes Mal gucken und tschüss!

Ein letztes Mal gucken und tschüss!

Endspurt für die Kunst: Noch bis Sonntag präsentieren Künstler ihre Werke im Prümer Regino-Gymnasium. Rund 1600 Besucher haben die Ausstellung bislang besucht. Sorgen bereitet EVBK-Präsidentin Marie-Luise Niewodniczanska aber das kommende Jahr, denn die Schule soll umfassend modernisiert werden.

Prüm. Noch zwei Tage Kunst gucken: Morgen geht die 56. Ausstellung der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK) in Prüm zu Ende. Bereits jetzt zieht Präsidentin Marie-Luise Niewodniczanska ein weitgehend positives Fazit der Kunstausstellung. Auch bei den Besucherzahlen liegt die Ausstellung auf dem Niveau der Vorjahre. Bislang sind rund 1600 Gäste durch die Gänge und Räume geschlendert.
"Ich bin zufrieden", sagt Niewodniczanska. "Auch von den Künstlern kamen viele positive Rückmeldungen." Besonders die erstmals bei der EVBK-Ausstellung vertretenen Gäste aus Polen seien begeistert. "Sie meinten, es sei nirgendwo so schön wie in Prüm. Die Stadt hat jetzt einen guten Namen in Breslau."
Die EVBK-Präsidentin ist allerdings vom anstehenden Umbau des Regino-Gymnasiums beunruhigt. Derzeit ist zumindest fraglich, ob die Ausstellung im kommenden Jahr dort stattfinden kann, denn das Gebäude soll umfassend saniert werden, noch weiß allerdings niemand genau, wann die Arbeiten beginnen und wann sie abgeschlossen werden können (der TV berichtete). "Das macht mir schon Sorgen", sagt Niewodniczanska. Gerade die Räume dort seien wunderbar, "das ist einfach eine tolle Atmosphäre".
Im Vorfeld hatte die EVBK-Präsidentin viel Zeit und Mühe in den neuen Katalog investiert. "Deshalb bin ich froh, dass der jetzt so gut ankommt. Das war irre viel Arbeit." Die Grundkonzeption, dass jeder Künstler dort mit einer ganzen Seite vertreten ist, will sie beibehalten - denn gerade dafür habe sie viel Lob erhalten, weil die Künstler sich und ihr Werk viel besser präsentieren können. Nur eine habe sich beklagt, dass ihr Bild verkehrt herum abgebildet worden sei. "Normalerweise habe ich da einen sicheren Blick für", sagt Marie-Luise Niewodniczanska, "aber bei moderner Kunst kann das schon mal passieren."
In Prüm freut man sich über das regelmäßig wiederkehrende Kulturereignis. "Das erzeugt immer wieder Aufmerksamkeit für uns", sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. "Viele Leute kommen extra dafür nach Prüm." Weinandy lobt außerdem die neue Präsidentin, die sich viel Arbeit - besonders mit dem Katalog - gemacht habe. Nach der Ausstellung bekommt die Stadt außerdem ein Werk der Kaiser-Lothar-Preisträgerin Ursula Hülsewig geschenkt, das künftig im Haus des Gastes zu sehen sein soll. Künstlerisch möchte Niewodniczanska auf jeden Fall versuchen, wieder mehr Luxemburger und Franzosen zur Teilnahme zu gewinnen, um den europäischen Gedanken zu stärken. ch
Die EVBK-Ausstellung ist noch heute von 9 Uhr bis 18 Uhr und am Sonntag bis 15 Uhr geöffnet. Der Katalog zur Ausstellung kann über die Tourist-Information am Hahnplatz in Prüm sowie über den Buchhandel bezogen werden, ISBN-Nummer 978-3-00-042721-3.