Ein letztes Mal …

Bei Walburga und mir hängt der Haussegen schief. Und das alles nur wegen der dusseligen Großbaustelle, die die Trierer ausgeheckt haben! Denn deswegen will meine Walburga unbedingt diesen Samstag noch mal nach Trier fahren.

Weil, danach ist Trier ja von der Außenwelt abgeschnitten. Zumindest von der Eifeler Seite aus betrachtet. Ich persönlich finde, das ist jetzt nichts, worüber ich mir weiter den Kopf zerbrechen müsste. Meine bessere Hälfte sieht das anders und nötigt mich, mich noch mal, quasi zum krönenden Abschluss, in den Stau auf der Bitburger zu stellen. "Ich bin doch nicht bekloppt", habe ich meiner besseren Hälfte gesagt. Zumal ich mich mit meinen Kumpels auch schon zum Skatspielen verabredet hatte. Ich kann Ihnen sagen, das wäre wesentlich entspannter gewesen. Aber darauf nimmt Walburga natürlich keine Rücksicht. Ich mach es kurz: Sie hat so lange gezetert, bis ich nachgegeben hab. Um das Genörgele zu beenden. Sauer bin ich trotzdem. Aber nun fahren - nein, wohl eher schleichen - wir heute also in die Großstadt. Zum allerletzten Mal. Ich werde darauf bestehen, dass Walburga ganz viele Fotos macht: von der Porta, den Kaiserthermen, dem Amphitheater und meinetwegen auch von ihren Lieblingsgeschäften. Die kann sie sich ja dann zu Hause aufstellen. Zur Erinnerung. Und ich hab dann hoffentlich endlich meine Ruh. Prost! Euer Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne