Ein musikalischer Dank von Grün-Weiß

"Wir werden wiederkommen". Das hatten die Musiker des Bundespolizeiorchesters München anlässlich der Einweihung des Bundespolizei-Einsatzabschnittes Prüm vor Jahresfrist rund vierhundert begeisterten Konzertbesuchern versprochen. Und sie haben Wort gehalten. Auch beim Prümer Neujahrskonzert 2008 spielte sich das polizeiliche Ausnahmeensemble wieder in die Herzen von annähernd 450 Musikfreunden.

Prüm. (ka) "Seit über einem Jahr arbeitet die Bundespolizei in Prüm. Hier gefällt es uns und hier fühlen wir uns wohl", begrüßte Polizeidirektor Peter Fuchs, Leiter des Bundespolizeiamtes Saarbrücken, das Publikum in der Karolingerhalle, "dafür und im Namen der Kameraden soll unser Konzert ein musikalisches Dankeschön sein.""Wir in Prüm freuen uns, wieder ein so renommiertes Orchester zu Gast zu haben", erwiderte Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy und überreichte ein originelles Präsent: Für jeden Musiker eine Salamiwurst der Dachmarke Eifel, "als Anreiz, immer wieder nach Prüm zu kommen."Das große symphonische Blasorchester der Bundespolizei wurde 1952 gegründet. Derzeit besteht es aus 46 Berufsmusikern. Alle haben ein Studium an einer Musikhochschule oder an einem Konservatorium absolviert. Das Bundespolizeiorchester spielt unter der Leitung von Christian Lombardi. "Anspruchsvoll und abwechslungsreich, insbesondere aber unterhaltsam soll ein Konzertprogramm sein", lautet die Devise.Musik von Richard Wagner und Johann Strauß

Lombardi ist nicht nur ein hervorragender Dirigent. Er versteht es auch, informativ und amüsant zu moderieren. Auf dem Programm vor der Pause standen: Vorspiel zu Richard Wagners Oper "Die Meistersinger" von Nürnberg, Ernst Fischers preisgekröntes Werk "Südlich der Alpen", eine musikalische Trilogie in einer Hafenstadt und auf einer Terrasse am Meer bei Tarantella, von Joseph Horrovitz "Bacchus on blue Ridge" (3. Satz) und "Children of Sanchesz" von Chuck Mangione.Bekannte Melodien erklangen im zweiten Teil. Von Johann Strauß die Ouvertüre zu "Eine Nacht in Venedig", die Annen Polka, "G'schichten aus dem Wienerwald" und die "Pizzikato-Polka". Zum temperamentvollen Abschluss gab es das vom Namen her weniger, dafür aber von der Melodie her umso mehr bekanntere "Estudiantina" von Emil Waldteufel. Doch damit nicht genug. "An der schönen blauen Donau" und "Radetzky-Marsch" hießen die Zugaben. "Wir werden wiederkommen", versicherte Christian Lombardi nach lang anhaltendem Applaus, "eventuell auch ohne Salamiwurst".