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Ein neuer Kreisel für Herforst und Speicher

Straßenverkehr : Ein neuer Kreisel für Herforst und Speicher

Ein hohes Verkehrsaufkommen, eine Ampelanlage, die oft ausfällt, und Unfälle sind der Grund, warum der LBM einen Kreisel an der L 46 plant. Ein erster Entwurf ist dem Gemeinderat vorgestellt worden.

In die Jahre gekommen ist die Kreuzung zwischen Herforst, Speicher, Zemmer und Spangdahlem. Die Ampelanlage, die 1993 gebaut wurde, fällt immer mal wieder aus. Spurrillen und Risse in der Fahrbahn machen der Straße zu schaffen, so dass mancher Fahrer meint, er wäre auf einer Sprungschanze. Doch das soll bald ein Ende haben. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat in den vergangenen Monaten eine Planung erarbeitet, die an dieser Stelle einen Kreisel vorsieht. In der vergangenen Gemeinderatssitzung haben Vertreter der Straßenbaubehörde das Projekt vorgestellt. Insgesamt soll der Kreisel einen Durchmesser von 40 Metern haben. Die Tragschicht und die Deckschicht werden neu aufgebracht. Auf den Frostschutz wird geachtet und man will auf der Fahrspur, die eine Breite von sieben Metern haben soll, einen robusten Gussasphalt aufbringen. „Die Breite der Fahrbahn reicht auch für Lastwagen, die weiter ausholen müssen“, sagt Bruno Landenberg, stellvertretender Leiter des LBM Gerolstein.

Wichtig ist den Planern, dass auch Fußgänger und Radfahrer sicher von einer Seite zur anderen kommen. Der Radweg wird von Herforst aus über den Parkplatz in Richtung Gewerbegebiet geleitet. Die Querung kommt vor der Abbiegespur ins Gewerbegebiet mit einer Mittelinsel. So brauchen die Radfahrer immer nur eine Fahrbahn im Blick haben. Erst die Fahrbahnseite Richtung Spangdahlem, bis zur Mittelinsel, dann die Fahrbahn Richtung Zemmer. Für die Fußgänger mit Einschränkungen werden geriffelte Flachbordsteine eingesetzt. Grünstreifen grenzen die Fahrbahn vom Bürgersteig und dem Radweg ab.

Die Entwässerung wird, so die Planer, über Entwässerungsmulden Richtung Air Base geführt. Die Stellplätze an der Kreuzung werden alle erhalten bleiben. Verbesserungsbedarf sehen Bruno von Landenberg und Markus Jaax, Fachteam Planung des LBM, bei der Zufahrt zur Tankstelle, die aus Richtung Speicher sehr steil ist. Sie stellen in Aussicht, dass man die Fahrbahn dort etwas anheben könnte, um die Zufahrt abzuflachen.

Wie in der Bauphase, für die sechs Monate veranschlagt sind, der Verkehr geregelt wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Bruno von Landenberg sagt: „Die Arbeiten werden in mehreren Abschnitten gemacht, vielleicht werden wir mit Ampeln arbeiten. Das Ziel ist, dass wir den Verkehr aufrechterhalten.“

Positiv sieht der LBM, dass die Fläche, auf der der Kreisel entstehen soll, zum größten Teil dem Land gehört. „Der Grunderwerb ist dadurch einfacher. Ich schätze, dass es sechs bis acht Betroffene gibt, deren Grundstücke im Planungsbereich sind“, so von Landenberg. Den Baubeginn können die Vertreter des LBM noch nicht konkret datieren, denn das Baurecht muss noch geschaffen werden. Markus Jaax sagt: „Die Haushaltsmittel sind eingestellt, die Planung ist schon am Laufen. Beim Baurecht, sind aber noch Einzelheiten zu klären und bevor das nicht passiert ist, können wir nicht ausschreiben.“ Bruno von Landenberg ergänzt: „Baubeginn könnte 2022 sein.“ Bei einer groben Kostenschätzung kommen die Experten auf einen Betrag von 800 000 Euro, die das Land komplett übernimmt. Die Gestaltung und Pflege des Kreisels kann der LBM übernehmen. Wenn die Gemeinde Herforst möchte, kann sie das aber auch selbst machen. Vom LBM bekämen sie dafür einen Festbetrag  von 15 000 Euro. Sicherheitsrisiken müssen aber ausgeschlossen werden, so dürfen beispielsweise keine massiven Bauten auf den Kreisel und die Position muss abgestimmt werden.