Medizin: Ein neuer Stern am Caritas-Himmel

Medizin : Ein neuer Stern am Caritas-Himmel

Die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) als neues Angebot des Caritasverbands (CV) Westeifel e.V. für den Landkreis Vulkaneifel, den Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Verbandsgemeinde (VG) Ulmen ist an den Start gegangen. Sitz der Koordinierungszentrale ist das Prümer Krankenhaus.

(red)  Dankeschön: Wie ein roter Faden zog sich dieses Wort durch die Ansprachen  bei der Eröffnungsfeier der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Denn was bereits seit 2007 gesetzlich verankert ist – die Versorgung und Begleitung von Menschen mit nicht heilbaren, fortschreitenden oder weit fortgeschrittenen Erkrankungen in häuslicher Umgebung, hat der Caritasverband (CV) Westeifel schließlich zum 1. Juli  auf die Beine gestellt.

Die Krankenschwester Regina Fromme ist die Koordinatorin, die Anästhesistin und Palliativmedizinerin  Gabriella Rose die Leitende Ärztin. Das Kernteam besteht aus Ärzten und Palliativfachkräften, die von niedergelassenen Haus- und Fachärzten, Pflegediensten und Sozialstationen, Krankenhäusern, Hospizdiensten und stationären Hospizen, Apotheken, Sanitätshäusern sowie von Psycho- und Physiotherapeuten unterstützt werden.  Dieses  ergänzende Versorgungsangebot für schwerstkranke Menschen kann nur in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausärzten gelingen.

   Weil Heilung nach menschlichem Ermessen nicht mehr möglich sei, gelte es, im Rahmen einer ganzheitlichen Betreuung den schwerkranken Menschen Lebensqualität zu schenken und Selbstbestimmung zu ermöglichen, betonte die Koordinatorin Regina Fromme. Dabei spielten zwei Faktoren die Hauptrolle. Erstens Zeit. Zum Beispiel für Gespräche mit den Patienten und Angehörigen darüber, was noch erledigt werden solle und was noch erlebt werden wolle.

Zweitens Sicherheit. Denn bei der SAPV handele es sich um eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung an sieben Tagen in der Woche. „Wir können dem Leben unserer Patienten nicht mehr Tage geben, aber ihren verbleibenden Tagen mehr Leben“, erklärte die Ärztin Gabriella Rose. Dabei stelle das Versorgungsgebiet eine besondere Herausforderung dar. Seien doch mit 2700 Quadratkilometern der Landkreis Vulkaneifel, der Eifelkreis Bitburg-Prüm und die VG Ulmen größer als das Saarland und die Entfernungen entsprechend groß.

   Dass die Eröffnung der SAPV als „großer Bahnhof“ in der Cafeteria des Prümer St. Joseph-Krankenhauses stattfand, begründete der Caritas-Direktor Winfried Wülferath mit der Vielzahl an Unterstützern und Wegbereitern bis zum Start. Und mit dem Wunsch, dass die Menschen von dem neuen Dienst erfahren. „Das Team steht, die drei Räume hier im Krankenhaus sind startklar ausgerüstet. Es kann also losgehen“, sagte Wülferath. Mit Blick auf den bisherigen hohen finanziellen Einsatz des CV Westeifel hoffe er, dass der Dienst nach einer gewissen Zeit auskömmlich laufe. Der CV-Vorsitzende Friedbert Wißkirchen bezeichnete die SAPV als „einen neuen Stern am Caritas-Himmel“. Weihbischof Franz-Josef Gebert segnete die Räumlichkeiten ein. Die Musik zwischen den Worten machten Elisabeth Lempges und Jo Bach, beide  Mitarbeiter des CV Westeifel.

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