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Verkehrssicherheit: Ein Parcours für alle Schüler

Verkehrssicherheit : Ein Parcours für alle Schüler

Der ADAC Mittelrhein hat der Kreisverkehrswacht Bitburg-Prüm einen neuen Radparcours gespendet. Jährlich soll er nun in der Prümer Markthalle für zwei Wochen aufgebaut werden. Grundschulen können das Angebot mitnutzen.

Ein kurzer Griff zum Helm, schnell kontrolliert, ob alles sitzt, und schon tritt Noa (11) in die Pedale. Erst recht zügig, dann steht schon das erste Hindernis vor ihm. Jetzt heißt es Schlangenlinien fahren und möglichst keine der hölzernen Markierungen umwerfen. Schnell zwei Kreise gefahren, einmal gezielt gestoppt, über das Balancebrett und ab ins Ziel. Als Erster durfte der Fünftklässler den neuen ADAC-Fahrradparcours der Kreisverkehrswacht Bitburg-Prüm ausprobieren.

„Vor zwei Jahren starteten wir einen Versuch und luden Grundschulen aus der Region dazu ein, den von uns eh bereits aufgebauten Parcours des ADAC-Fahrrad­turniers mitzunutzen. Gerade kleine Schulen scheuen den großen Aufwand, einen eigenen Parcours zu buchen und aufzubauen. Der Aufwand ist für Teilnehmergruppen, die teils nur knapp fünfzehn Kinder zählen, einfach zu groß“, sagt Thomas Lauxen, stellvertretender Rektor der Kaiser-Lothar-Realschule plus.

Das Angebot sei im Testlauf damals so gut angenommen worden, dass man es nun etablieren wolle. „Fünf Schulen machten damals mit. Jetzt hat uns der ADAC einen eigenen Parcours gespendet, der demnächst jeweils für zwei Wochen aufgebaut wird und einfach von den teilnehmenden Schulen genutzt werden kann“, sagt Lauxen. Auch die schuleigenen Fahrräder könne man zur Verfügung stellen.

Erstmals werde die Strecke nach den Osterferien für 14 Tage in der Prümer Ausstellungshalle aufgebaut. „Sie ist von uns für diese Zeit gebucht, die Strecke kann stehen bleiben und im Grunde von allen Schulen im Eifelkreis genutzt werden“, sagt Lauxen. Viel mehr Kinder als sonst seien damit in der Lage, am ADAC-Fahrradturnier teilzunehmen.

„Damit wird eine Versorgungslücke in der Verkehrserziehung geschlossen. Bisher machten Kinder in der dritten oder vierten Stufe eine Radfahrausbildung, dann sieht man sie von Seiten der Verkehrswacht erst zur Mofaprüfung in der Mittelstufe wieder. Die Teilnahme am Fahrradturnier zu erleichtern, ist eine sinnvolle Ergänzung“, sagt Richard Zeimetz, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Prüm.

Das sieht auch Arnold Gierten, Leiter der Prümer Bertrada-Grundschule so: „Wir müssten sonst den Parcours in Bitburg buchen, ihn selber dort holen, aufbauen und betreuen. Für kleine Gruppen ist das sehr viel Aufwand“, sagt er. Rudi Speich, Vorstand für Verkehr und Technik des ADAC Mittelrhein, freut sich, helfen zu können: „Im Jahr wird das Turnier bisher an 110 Schulen ausgerichtet, im Jahr nehmen so fast 5000 Kinder in Rheinland-Pfalz daran teil. Wir freuen uns, mit dieser Spende nun noch mehr Schüler zu erreichen.“

Aber was sagt der Probefahrer Noa? „Es war schwieriger, als ich gedacht habe. Wir sind die Strecke ja erst abgegangen, aber auf dem Rad ist es anders als zu Fuß. Man muss sich viel mehr konzentrieren.“ Eine Erfahrung, die Zeimetz noch mehr Kindern wünscht: „Das Rad ist das erste Verkehrsmittel, dass sie nutzen. Es ist wichtig, es gut und sicher zu beherrschen.“