Ein Prümer bleibt Bürgermeister

Ein Prümer bleibt Bürgermeister

Der lange Jahre in Prüm lebende und in Neuerburg geborene Rolf Hartmann bleibt Bürgermeister von Blankenheim. Im Amt bestätigt wurde bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen zudem in Dahlem Reinhold Müller. Hellenthals neuer Bürgermeister heißt Rudolf Westerburg.

Blankenheim/Dahlem. (har/fpl)Zum zweiten Mal haben in Neuerburg und Prüm Menschen in diesem Jahr gespannt auf den Ausgang der Kommunalwahlen geblickt. Denn bei der Abstimmung in Nordrhein-Westfalen stand auch Rolf Hartmann (44) zur Wahl.

Der Diplom-Verwaltungswirt ist gebürtiger Neuerburger, lebte lange Jahre in Prüm, war dort im SV Prüm aktiv und machte in der Abteistadt sein Abitur. Später war er Fachbereichsleiter bei der Verbandsgemeindeverwaltung Neuerburg und dort unter anderem für das Feuerwehrwesen zuständig. 2004 wechselte er als Bürgermeister nach Blankenheim.

Bei seiner ersten Wahl ging der Eifeler noch für die CDU ins Rennen. Am Sonntag kandidierte er unter anderem gegen den Blankenheimer CDU-Vorsitzenden Hermann-Josef Wassong. Zuvor hatte es Querelen innerhalb der Partei gegeben. Dieses Zerwürfnis äußerte sich unter anderem darin, dass wenige Tage vor der Wahl fünf CDU-Ortsvorsteher gemeinsam mit Hartmann für ein Werbeplakat posierten.

Das Wahlergebnis in der Gemeinde mit rund 8500 Einwohnern entschied Hartmann eindeutig für sich. 4967 Bürger (80,8 Prozent) votierten für ihn. Herausforderer Hermann-Josef Wassong (CDU) kommt auf 12,1 Prozent. Mitbewerber Martin Croé (Unabhängige Wählervereinigung UWV) landet bei 5,9 Prozent, Jürgen Mellinghoff (FDP) bei (1,3 Prozent).

Im nordrhein-westfälischen Teil des Oberen Kylltals, der Gemeinde Dahlem, bleibt alles beim Alten - und der heißt Reinhold Müller (CDU). Der Amtsinhaber setzte sich bei der Bürgermeisterwahl mit 74,6 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Hans-Michael Seidler (SPD) durch. Auf Seidler entfielen 25,4 Prozent. Leichte Verluste, allerdings auf hohem Niveau, verbucht die CDU bei der Wahl zum Gemeinderat: Sie kam auf 66,1 Prozent (2004: 68,1), behält jedoch ihre bisher 14 Sitze. Vier Mandate holte die SPD (21,9 Prozent, vier Prozent mehr als 2004), zwei gingen an die FDP (12/8,2). Die Grünen traten in diesem Jahr nicht bei der Kommunalwahl in der kleinsten NRW-Gemeinde an.

Die ebenfalls an den Kreis Vulkaneifel grenzende NRW-Gemeinde Hellenthal machte einen Parteilosen zum neuen Bürgermeister: Rudolf Westerburg, einziger Kandidat und unterstützt von SPD, FDP, UWV und Grünen erhielt 86,6 Prozent der Stimmen. Im neuen Hellenthaler Rat sind sieben Fraktionen vertreten, die CDU bildet mit elf Sitzen (35,4 Prozent) die stärkste Fraktion - trotz deutlicher Verluste gegenüber 2004, als die Christdemokraten 47,4 Prozent holten. Zweitstärkste Fraktion: die SPD mit neun Sitzen (26,1 Prozent, 2004: 20,1).