Ein Schmuckstück für das Dorf

Ein Schmuckstück für das Dorf

ESCH. (bec) Auf diesen Moment hat das Dorf seit 14 Jahren gewartet: Mit einem großen Fest ist das neue Heim der Escher Feuerwehr nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht worden.

"Mit den neuen Räumlichkeiten können wir nun endlich den Anforderungen gerecht werden, die an uns als Feuerwehr gestellt werden", sagte Wehrführer Michael Lamberty anlässlich der Einweihung sichtlich zufrieden. Dies war mit dem bisherigen Gebäude aufgrund des Platzmangels nicht immer gewährleistet. Schon 1989 war einigen Feuerwehrkameraden der Gedanke gekommen, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen. Konkret wurde dieses Vorhaben jedoch erst sieben Jahre später. Es ging um die Frage, ob ein zusätzlicher Raum an das bestehende Gebäude angebaut werden soll oder ein komplett neues Haus gebaut werden muss. Mit Blick auf die hohen Sanierungskosten entschied sich die Feuerwehr für einen Neubau. Ein weiteres Problem stellten die Zuschüsse für einen angrenzenden Schulungsraum dar. Da die damalige Bezirksregierung die in Aussicht gestellte Förderung an die Gründung einer Jugendwehr knüpfte, schlossen sich 19 Jugendliche zusammen. Nach diesen Startschwierigkeiten wurde im Juni 2001 mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses begonnen, in das die Wehr viel Eigenleistung investierte. Werner Arenz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Obere Kyll, war angesichts dieser tatkräftigen Unterstützung beeindruckt: "Mehr als 3700 Stunden Arbeit hat die Escher Feuerwehr hier hineingesteckt. Diesem Engagement haben wir es zu verdanken, dass der Kostenrahmen von 126 000 Euro eingehalten wurde." Der versprochene Zuschuss von 42 000 Euro der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier steht noch aus. Arenz: "Die Verbandsgemeinde hat den Bau vorfinanziert. Wir hoffen aber, dass das Geld bald da ist." Die Escher Feuerwehr hat sich derweil schon ein weiteres Ziel gesetzt. Michael Lamberty: "Jetzt haben wir endlich ein neues Haus. Da muss natürlich auch ein neues Feuerwehrauto her."