Ein Schnitt für neue Jobs am Ufo

Ein Schnitt für neue Jobs am Ufo

FLIESSEM. (har) Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage hat gemeinsam mit Vertretern des zuständigen Zweckverbands den ersten Abschnitt des Wirtschaftsparks A60/Fließem offiziell freigegeben.

Als Wirtschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz kommt Hans-Artur Bauckhage (FDP) sicher viel herum. Einen Termin in einem Ufo ist ihm aber wohl dabei noch nie untergekommen. Gemeinsam mit Vertretern des Zweckverbands Kommunaler Wirtschaftspark A 60/Fließem und anderen kommunalen Würdenträgern griff er trotzdem souverän zur Schere, um das Band zu zerschneiden, das die Organisatoren der offiziellen Freigabe des ersten Erschließungsabschnitts hatten spannen lassen. Gespannt war das Band auf der Straße "Am Ufo". Und im so genannten Ufo - eine an eine Fliegende Untertasse erinnernde eigenwillige Gebäudekonstruktion - hatte Bauckhage zuvor die Idee des Gewerbeparks gelobt, deren Anfänge ins Jahr 1998 zurückreichen. "Damit ist es uns gelungen, auch in unserem ländlichen Raum wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen", sagte Bauckhage. Rund 1,38 Millionen Euro hat das Projekt insgesamt bisher gekostet. 84 Hektar wurden dabei erschlossen, 71 Hektar davon sind Bauland. Das Wirtschaftsministerium hat das Projekt mit einem Zuschuss von rund 800 000 Euro unterstützt. "Schon jetzt finden in Fließem 20 Menschen Arbeit. Noch in diesem Jahr wird sich die Zahl vermutlich mehr als verdoppeln", sagte Bauckhage. Diese neuen Jobs sind laut Aussagen des FDP-Politikers auch Ergebnis der Politik der Landesregierung, "Kommunen bewusst beim Erschließen von Gewerbegebieten zu unterstützen". Dies sei dem Land am Verkehrsknotenpunkt von A 60/B 51 und L 32 leicht gefallen. Bauckhage: "Sie finden bei uns - anders als in anderen Bundesländern - keine hoch subventionierten Kathedralen, die Steuergelder verschlingen und dann leer stehen." Zweckverbandsvorsteher Jürgen Backes sagte, dass die Ansiedlung der Betriebe nur dank der gemeinsamen Anstrengung von Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde funktioniert habe. "Ich bin zuversichtlich, dass der erste Erschließungsabschnitt bald ausgebucht sein wird", sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land, der die sehr gute Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter Klaus Schnarrbach, Ortsbürgermeister von Fließem, lobte. Der wiederum hatte von dem Zuspruch berichtet, den das Gebiet bei Ansiedlungswilligen in jüngster Zeit erfahre. Landrat Roger Graef äußerte den Wunsch, dass bald ein Schild über dem Eingang zum Gewerbegebiet hängen solle. "Darauf soll stehen: ,Wegen Überfüllung geschlossen'", sagte Graef.