Ein Tisch für alle

DAUN. Die ersten "Dauner Mediatage" im vergangenen Jahr gaben den Initiatoren die Bestätigung, dass eine solche Veranstaltung ihre Berechtigung hat. Die zweiten Dauner Mediatage im Technologie- und Gründerzentrum Daun dauern nun zwei Tage und finden am 4. und 5. November statt.

 Kommunizieren (noch) ohne Technologie: informieren und beraten lassen über Informations-Technologien – bei den Dauner Medientagen im TGZ Daun ist beides möglich.Foto: Helmut Gassen

Kommunizieren (noch) ohne Technologie: informieren und beraten lassen über Informations-Technologien – bei den Dauner Medientagen im TGZ Daun ist beides möglich.Foto: Helmut Gassen

Ein Forum für Informations- und Kommunikationstechnologie sollen die Dauner Mediatage sein, die 2004 zum ersten Mal stattfanden. Ein Trio, bestehend aus Verbandsgemeinde Daun, der Wirtschaftsförderung Vulkaneifel und dem Technologie- und Gründerzentrum, angetreten, der Region eine Plattform für die neuen Technologien zu bieten."Was wir haben, wird langfristig nicht reichen"

"Wir haben überlegt, nach weiteren infrastrukturpolitischen Aspekten zu suchen. Denn die Gastronomie und die Wirtschaft, die wir haben, werden langfristig nicht reichen, hier Arbeitsplätze zu sichern", sagt Mario W. Müller, Organisator der Mediatage und Chef der MWM Media Akademie. Die Informations- und Kommunikationstechnologie sei als eine standortungebundene Technologie sehr reizvoll. Insgesamt 25 Unternehmen beteiligten sich vor einem Jahr an der Auftakt-Veranstaltung. Als Resümee stellten die Veranstalter fest, dass die Mediatage ihre Berechtigung haben, auch wenn manches geändert werden müsse. So war das Angebot an Workshops zu groß, die Beteiligung dementsprechend gering. Unternehmen monierten, der Zeitpunkt der Veranstaltung sei ungünstig und die richtige Zielgruppe nicht vertreten gewesen. Starten werden die Mediatage diesmal am Nachmittag des 4. November, und sie erstrecken sich über zwei Tage statt über einen. "Wir haben ein sehr interessantes Rahmenprogramm mit kompetenten Referenten, die mit ihren Vorträgen zum Thema Informations- und Kommunikationstechnologie in die Tiefe gehen, also geballtes Knowhow anbieten", sagt Müller. Interessant seien die Dauner Mediatage für alle Unternehmen, denn ohne zukunftsträchtige Technologien sei der weltweite Handel nicht mehr möglich. Doch E-Commerce, Kompetenz-Netzwerke und E-Business seien für viele, besonders kleinere Unternehmen noch ein Buch mit sieben Siegeln, sagt Müller. "Viele Unternehmen haben sich aus Angst oder Unwissenheit noch nicht an die moderne Informationstechnologie herangewagt. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie in den nächsten Jahren ohne diese neuen Technologien nicht mehr wettbewerbsfähig sein werden." Die Dauner Mediatage bieten Unternehmen eine Plattform zur Kommunikation und Wissenserweiterung. "Alle an einen Tisch zu bekommen, ist das Ziel der Veranstaltung", sagt Organisator Müller. Beteiligt an den Dauner Mediatagen ist auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel (WFG), die am 4. November von 14 bis 18 Uhr einen so genannten Gründungsparcours veranstaltet, bei dem sich potenzielle Existenzgründer über die schwierigen Schritte bis zur endgültigen Firmeneröffnung informieren können. "Bei uns kann ein Interessent alle Beratungsleistungen von der Unternehmens- und Steuerberatung, dem Arbeitsamt bis zu uns als Wirtschaftsförderung in Anspruch nehmen uns sich fachkundig beraten lassen", sagt Alfred Bauer, Geschäftsführer der WFG. Gerade im ländlichen Raum täten sich potenzielle Existenzgründer schwer, der Anteil gegenüber dem städtischen Raum sei viel geringer. "Jeder, der sich irgendwann mit dem Gedanken der Existenzgründung trägt, sollte diese Chance nutzen und sich bei uns kostenlos beraten lassen", rät Peter Klas von der WFG.

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