Ein Treffpunkt für alle in bester Lage

Ein Treffpunkt für alle in bester Lage

In Weinsheim haben die Arbeiten am neuen Dorfgemeinschaftshaus begonnen. Auch die Feuerwehr freut sich: Sie erhält Räume für Schulungen und Geräte. Bürger und Vereine helfen kräftig mit, um die Kosten zu verringern.

Weinsheim. Spatenstich mit Baggerschaufel in Weinsheim: "Wir alle freuen uns, dass heute der Tag da ist", sagt Ortsbürgermeister Peter Meyer. Das Projekt "Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehaus" könne endlich beginnen, nachdem man bereits viele Jahre lang daran "herumgedoktert und geplant" habe.
Dafür haben die Weinsheimer sich allerdings auch ein schönes Grundstück ausgesucht: Mitten im Dorf, der Kirche gegenüber und etwa 4000 Quadratmeter groß. Deshalb dankt Meyer auch der Familie Kirst, die der Gemeinde an dieser zentralen Stelle noch Flächen verkaufte.
Die Entwurfsplanung für das Haus stammt von Rosemarie Bitzigeio aus Winterspelt. Den endgültigen Plan übernahm dann das Büro von Architekt Matthias Dimmer in Stadtkyll. Der Gemeindechef freut sich: Dank der Planer sei das Vorhaben "in ein gutes Fahrwasser gebracht".
Und damit die Weinsheimer auch keinen Schiffbruch erleiden, erhalten sie für den Neubau, der 1,8 Millionen Euro kosten soll, eine Förderung vom Land: Das Innenministerium in Mainz genehmigte eine Beteiligung in Höhe von 545 000 Euro, die Verbandsgemeinde (VG) Prüm steuert 102 000 Euro für das Feuerwehrgerätehaus und die Schulungsräume bei, die auch zur Ausbildung der Jugendwehr genutzt werden sollen.
Gesamtkosten für den Feuerwehr-Trakt: 306 000 Euro. Die beiden anderen Drittel sollen aus der Feuerschutzsteuer und aus der Eigenleistung finanziert werden, die beim Bau notwendig sein wird. "Ich bin überzeugt, dass die Bürger tatkräftig mithelfen werden", sagt Peter Meyer. Mit dabei ist auch ein örtlicher Unternehmer: Martin Hermes, der nach der Ausschreibung der Gewerke den Zuschlag für die Metallbauarbeiten erhielt.
Das Dorf brauche ein solches Haus, sagt VG-Bürgermeister Aloysius Söhngen. "Weinsheim ist, entgegen dem Trend, in den letzten Jahren gewachsen." Der Grund liegt ein Stück außerhalb des Orts: Das Industriegebiet mit einer Reihe von großen Unternehmen, bei denen fast 2000 Menschen arbeiten - doppelt so viele, wie Weinsheim Einwohner hat. Auch Söhngen weiß, dass ohne Mitwirkung der Bürger und der Vereine ein solches Vorhaben nicht zu schaffen wäre: "Aber wenn mitgeholfen wird, dann ist das ein Haus, das nicht nur da steht, sondern auch lebt." Zumal der Bau auch gestalterisch Maßstäbe setzen werde: "Das ist kein 0815-Haus."
Die Arbeiten laufen, und Ortsbürgermeister Peter Meyer bittet die Anwohner um Verständnis, "wenn es hier und da mal ein bisschen lauter ist". Bleibt noch die Frage, wann die Weinsheimer zum ersten Mal ihr neues DGH nutzen können: Wenn das Wetter mitspiele, sagt Architekt und Bauleiter Matthias Dimmer, "im nächsten Jahr". fpl

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