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Ein Turm, ein Platz, ein Park

Stadtentwicklung : Neuerburg plant den großen Umbau

Durch das Förderprogramm „Ländliche Zentren“ des Landes hat die Stadt Neuerburg die Möglichkeit, einiges in der Stadt zu verbessern. Dazu gehören Beilsturm, Stadtpark und Marktplatz. Wie es darum steht, haben Bürgermeister Lothar Fallis und der Neuerburger Bürger Siegfried Mathieu erzählt.

Siegfried Mathieu hat sich geärgert. Darüber, dass über die Stadtratssitzung nur mit negativen Themen berichtet wurde. Denn es gibt auch gute Neuigkeiten aus der 1500-Einwohner-Stadt an der Enz. Deshalb hat er sich mit Bürgermeister Lothatr Fallis und dem TV auf dem Marktplatz verabredet.

Mit dem Marktplatz ist dann auch gleich das erste Thema angesprochen. Denn der Marktplatz soll umgestaltet werden.  Neuerburg wurde zusammen mit Bollendorf und Irrel beim Förderprogramm „Ländliche Zentren – kleinere Städte und Gemeinden“ aufgenommen. Und damit besteht die Möglichkeiten, dass unter anderem dieses Projekt gefördert wird.

Wie genau die Neugestaltung aussehen wird, steht noch nicht fest. Doch sind, unter anderem mit Einbeziehung der Bürger, einige Eckpunkte festgelegt worden, was auf jeden Fall berücksichtigt werden soll.

Zum Beispiel die Mariensäule in der Mitte des Platzes soll bleiben. Auch zwei große Kastanien am Ende des Platzes hin zur Straße möchte man laut Bürgermeister Lothar Fallis gerne erhalten. Geändert werden soll die Verkehrsführung. Es sollen weniger Parkplätze geschaffen werden. Die aber, so Mathieu, sollen dann den Kunden der Geschäfte zur Verfügung stehen und nicht den Dauerparkern.

Auch Veranstaltungen wie Kirmes oder der musikalische Sommer, der in diesem Jahr in kleinerer Form mit nur vier Veranstaltungen stattfand, sollen weiter möglich sein. Wie sich der Rest gestaltet, wird sich zeigen nach Abschluss eines Architektenwettbewerbs. Siegfried Mathieu sieht aber ohnehin positive Tendenzen, denn die Gewerbebetriebe würden sich gut entwickeln, könnten teilweise neues Personal einstellen. Auch die erhöhte Terrasse des Cafés werde gut angenommen.

Große Pläne werden auch bereits seit längerem im Stadtpark vorangetrieben. So ist geplant, dass die bisherige Freiluftbühne überdacht werden soll. Dieser Platz soll dann den in die Jahre gekommenen Pavillion auf dem Marktplatz ersetzen. Über wellenförmige Sitzgelegenheiten auf der anderen Seite zum Flussufer hin werde nachgedacht. Überhaupt sollen  der Fluss und die Wasserfälle noch mehr ins Blickfeld gerückt werden.

Auch Kneipp-Becken seien angedacht. Diese könnten dann in Zusammenhang mit dem Gesundheitszentrum betrieben werden. Aber dafür, wie für einige andere Dinge, gelte es noch Genehmigungen zu bekommen. Eine Arbeit, mit der Lothar Fallis momentan viel Zeit verbringt. Mit einer Plattform über der Enz werden, so der Plan, die Wasserfälle besser sichtbar sein.

Am Teich werde jetzt schon gearbeitet. Unkraut werde entfernt und Zuleitung und Abfluss erneuert. Der Spielplatz soll, so der Bürgermeister, auch besser werden.

Der Beilsturm ist ein weiteres ehrgeiziges Ziel bei der Stadtentwicklung. Die Zuwegung sei fertig, jetzt müsse noch ein neues Treppenhaus nach den Vorgaben des Denkmalschutzes gemacht werden. Die geplante Aussichtsplattform müsse dann auf dem Treppenhaus fußen, nicht auf dem Turm selber.

Aber auch hier sind für Lothar Fallis noch einige Hürden zu überwinden. Zeigen kann er allerdings schon das Modell, das auf Wunsch des Denkmalschutzes angefertigt wurde.

Auch Beilsturm und Stadtpark sollen mit Hilfe von Mitteln des Förderprogramms „Ländliche Zentren – kleinere Städte und Gemeinden“ realisiert werden.

Weitere Pläne gibt es auch für die Burg Neuerburg. Ein Bericht darüber folgt.