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Ein Wasserschaden und sein langes Nachspiel

Behördenärger : Schaden geregelt – nach vier aufreibenden Jahren

Vergleich mit der Verbandsgemeinde Arzfeld vor dem Landgericht: Familie Pütz aus Waxweiler kann aufatmen.

Marlies und Rainer Pütz aus Waxweiler atmen durch: Der Wasserschaden, der sie vor vier Jahren heimsuchte (der TV berichtete), ist geregelt – endlich. „Das waren vier harte Jahre“, sagt Marlies Pütz. Und ohne den Beistand von Freunden und Familie „hätte ich das nicht durchgestanden“.

Was war passiert? In der Nacht auf den 8. September 2013 waren tausende Liter Abwasser, samt Fäkalien und Toilettenpapier, aus der Kanalisation auf das Pütz-Grundstück und ins Erdgeschoss des Hauses in der Pintesfelder Straße geflossen. Hinüber waren Haushaltsgeräte, eine neue Küche, ein Büro und viele persönliche Dokumente der Familie, „die kein Geld ersetzen kann“, sagte die Hausherrin damals zum TV.

Für das Abwassersystem ist die Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld zuständig. Deren Bürgermeister Andreas Kruppert zeigte sich damals um eine Regulierung bemüht.

Die aber hat dann doch noch gedauert. Denn für Familie Pütz begann ein langer Parcours zwischen Anwälten, Behörde, Gerichten, Versicherungen. Und jetzt, endlich, habe der Richter am Landgericht Trier einen Vergleichsvorschlag gemacht, auf den auch die Kommune eingegangen sei. „Wir kriegen jetzt das“, sagt Marlies Pütz, „wofür wir von Anfang an gekämpft haben: den Haushaltsschaden ersetzt.“

Die Dauer des Verfahrens, sagt VG-Bürgermeister Andreas Kruppert, habe auch damit zu tun, dass die Versicherungen so viel Zeit bis zu einer Einigung gebraucht hätten. Dass aber der Schaden im VG-Kanal seinen Anfang nahm und damit die Zuständigkeit der Kommune klar war, „wurde von uns auch nie angezweifelt“. Jetzt lautet das Motto auf beiden Seiten: Gut, dass es vorbei ist. Andreas Kruppert: „Und damit ist Gott-sei-Dank dieses Kapitel erledigt.“