Einblick wird verwehrt

Zum Bericht "Warum der Umzug so teuer ist" (TV vom 28. August) über das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel:

Nachdem Frau Fink scheinbar Einblick in die sogenannte Expertise zum Standort Housing/Mötscher Straße genommen hat, da sie sich ja für den Westpark ausspricht, wäre es angebracht, auch der Öffentlichkeit diesen Einblick zu gewähren und damit anders lautenden Bewertungen sachlich entgegenzutreten und es nicht bei bloßen Behauptungen zu belassen.

Dieser Einblick wird aber verwehrt. Die Expertise sei nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, heißt es. So sieht also die versprochene Transparenz der Reform aus. Die vorgelegten Zahlen suggerieren zwar die Wirtschaftlichkeit der Standortwahl. Nach meiner Kenntnis trägt aber der Vermieter des Westparks die Umbaukosten und kalkuliert danach seine Miete.

Ist der Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsbetreuung demzufolge bei gleicher Leistung mehr als 100 Prozent teurer, obwohl die Gebäude dem Land ohne Kaufpreis überlassen werden? Dann müsste er selbst wohl auf den Prüfstand des Rechnungshofs. Zukunftsträchtige Investitionen in absehbare Konversionsprojekte als unnütz anzusehen, spricht jedenfalls für sich.

Schuldig geblieben ist man auch die Begründung der Eilbedürftigkeit des Umzugs, der ja bereits 2003 beschlossen wurde. Um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bisher eigenständig agierender Abteilungen zu ermöglichen, muss man im Rückblick auf den bisherigen Reformverlauf Versäumtes nachholen und aufeinander zugehen, statt in Grabenkämpfe zu verfallen.

Ruth Loser, Prüm

DLR EIFEL