Einbrecher gesucht, Taschendiebe geschnappt

Nächtlicher Einbruch in Bleialf: Unbekannte haben bei einer Firma in der Ortsmitte mehrere wertvolle Baugeräte gestohlen. In Prüm verhaftete die Polizei nach einer Verfolgungsjagd durch die halbe Stadt drei Handtaschen-Räuber.

Handtaschen-Diebe haben oft leichtes Spiel – wie hier auf unserem Symbolbild. TV-Foto: Fritz-Peter Linden

Bleialf/Prüm. (fpl) Unbekannte sind in der Nacht bei einem Sanitär-Unternehmen in Bleialf eingebrochen und haben mehrere Maschinen gestohlen. Die Täter zertrümmerten die Heckscheiben von drei Firmenfahrzeugen und stahlen Baugeräte im Gesamtwert von etwa 20 000 Euro.

Der Betrieb liegt an der Kreuzung von Bahnhofstraße und Brandscheiderweg. "Das ist mitten im Dorf", sagt Ortsbürgermeisterin Edith Baur. "Das ist schon dreist." Allerdings ist noch nicht klar, ob die Anwohner vom Einbruch auch etwas mitbekommen haben: Wie Polizeikommissar Ralf Pauls von der Inspektion Prüm mitteilt, liegen die Schlafzimmer der Nachbarn an der Rückseite der Häuser. Der Hof des Betriebs sei nachts hell ausgeleuchtet, das aber habe die Täter offenbar nicht abgeschreckt.

Erfolgreiche Verfolgungsjagd nach Taschendieben



Die Polizei-Inspektion Prüm bittet um Zeugenhinweise. Die Beamten sind zu erreichen unter Telefon 06551/9420.

In der Stadt Prüm gelang den Beamten unterdessen ein schneller Zugriff nach einer Verfolgungsjagd, an der zuletzt zehn Polizisten beteiligt waren: Sie verhafteten drei Männer im Alter von 24, 26 und 32 Jahren, die einer jungen Frau am Alten Markt die Handtasche entrissen hatten.

Zu diesem Zeitpunkt sei ein Streifenwagen in der Stadt unterwegs gewesen, die Besatzung habe die drei Verdächtigen schnell ausfindig gemacht, sagt PI-Chef Christoph Cremer. Als die Männer, alle aus Prüm, das Polizeiauto sahen, "haben sie sofort die Flucht ergriffen". Die Beamten riefen weitere Kollegen hinzu, die Verfolgung der Verdächtigen ging über Bahndamm, Hecken und Zäune.

"Das war ein Einsatz mit Dienstsporteinlage", scherzt Cremer. Der Lohn: Kurz darauf "hatten wir sie alle drei. Das ist wirklich gut gelaufen. Großes Lob an alle Kollegen." Die Frau habe inzwischen ihr Geld -etwa 50 Euro - zurück, die Handtasche sei aber noch nicht wieder aufgetaucht.

Die Täter wurden anschließend verhört und bei einer Gegenüberstellung von einem Zeugen eindeutig identifiziert. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Trier wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.