1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Einbrecher scheitert in Bitburg an Panzerglas

Kriminalität : Einbrecher scheitert an Panzerglas

Ein Unbekannter hat einen Gullideckel gegen ein  Schaufenster geworfen. Was hinter der Scheibe war, hat er nicht bekommen.

Es ist Sonntag, fünf Uhr morgens. Ein Mann hebt einen Gullideckel aus der Trierer Straße. Seine Kapuze hat er tief ins Gesicht gezogen. So tief, dass die Frau, die ihn bei der Tat beobachtet, sein Gesicht nicht erkennen kann. 30 Kilogramm wiegt so ein Deckel. Der Unbekannte schafft es trotzdem, ihn mit einiger Wucht gegen das Schaufenster des Fotostudios Nieder zu schmettern. Das Glas zersplittert. Tausende kleine Risse bilden ein Spinnennetz auf der Scheibe.

Offenbar hatte der Einbrecher aber nicht bedacht, dass sie aus Sicherheitsglas besteht. Durch seinen Wurf entsteht kein Loch, das groß genug wäre um hindurch zu schlüpfen. Und so kommt der Mann auch nicht an die Kameras und Fernseher, die hinter dem Schaufenster stehen.

 Kein großer Wurf: Teile des Panzerglases bliebeb trotz des Gullideckels heil. Derzeit ist das Loch abgedeckt.
Kein großer Wurf: Teile des Panzerglases bliebeb trotz des Gullideckels heil. Derzeit ist das Loch abgedeckt. Foto: Marko Nieder

Teuer werde es für Geschäftsführer Norbert Nieder trotzdem, wie er sagt. Denn bei dem Einbruchsversuch sei nicht nur ein Glas, sondern auch der Bildschirm eines Fernsehers zu Bruch gegangen. Die Kosten für die Reparatur des Fensters schätzt er auf etwa 3000 bis 4000 Euro. Derzeit ist das kleine Loch in der Scheibe noch mit einer Folie abgedeckt.

Während Nieder sich um den Schaden kümmert, sucht die Bitburger Polizei nach dem Täter. Der Inhaber hatte die Behörde am Sonntagmorgen verständigt. Helfen könnten den Ermittlern die Angaben einer Zeugin, die die Tat beobachtet haben will. Weitere Hinweise wären wichtig für die Polizei.

Wer etwas gesehen hat, kann sich unter Telefon 06561/96850 bei der Inspektion Bitburg melden.