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Einbrecher schlagen in Pronsfeld zu

Einbrecher schlagen in Pronsfeld zu

Unbekannte Einbrecher sind am frühen Samstagabend in drei Wohnungen in Pronsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm) eingebrochen und haben Schmuck und Bargeld in noch unbekannter Höhe erbeutet. Aufgrund des gezielten Vorgehens vermutet die Prümer Polizei, dass eine organisierte Bande hinter den Taten steckt, und bittet die Bürger um Mithilfe.

Sie kamen im Schutz der Dunkelheit: Am frühen Samstagabend, vermutlich zwischen 17 und 18 Uhr, sind unbekannte Einbrecher in drei Häuser in Pronsfeld eingestiegen und haben Schmuck und Bargeld erbeutet. Wie viel genau, steht noch nicht fest."Es sieht so aus, als wären es organisierte Einbrecher gewesen, die gezielt Schwachpunkte ausgenutzt haben", sagt Hauptkommissar Richard Schleder von der Polizei Prüm. In allen drei Fällen hätten sie auf der Rückseite der Häuser Terrassen- oder Balkontüren aufgehebelt und seien so in die Wohnungen gelangt.
Ziele vorher ausgekundschaftet


Die Besitzer seien in allen Fällen nicht daheim gewesen. "Daher vermuten wir, dass die Täter ihre Ziele vorher gezielt ausgekundschaftet haben", sagt Schleder. Dafür spreche auch, dass die drei Häuser nicht nahe beieinander, sondern in unterschiedlichen Straßen stünden.
Deshalb setzen die Beamten Hoffnungen auf die Mithilfe der Bürger: Falls Anwohner verdächtige Personen im Laufe der Vortage oder am Samstag beobachtet haben, sollen sie sich mit der Polizei Prüm, Telefon 06551/9420, in Verbindung setzen.
Zugeschlagen haben die Täter in den Straßen "Im Wiesengrund" und "Alter Weg". Ob sie es auch an weiteren Stellen versucht haben, ist noch nicht bekannt. Bislang seien keine weiteren versuchten Einbrüche oder Einbruchsversuche gemeldet worden, sagt Schleder. Generell steigt in der dunklen Jahreszeit die Gefahr von Einbrüchen. "Ein aufmerksamer Nachbar ist schon ein guter Schutz", sagt Schleder. Es sei wichtig, gegenseitig aufeinander aufzupassen und zu schauen, wer sich da am Nachbarhaus zu schaffen mache. "Ansonsten sollte man immer versuchen, ein Haus bewohnt aussehen zu lassen", sagt Schleder, also den Briefkasten regelmäßig leeren zu lassen oder ein Licht im Haus zu installieren, das auch leuchte, wenn man nicht da sei. Allgemein rät die Polizei dazu, Fenster und Balkontüren auch bei nur kurzer Abwesenheit nicht gekippt zu lassen.
Die Polizei berät


In nahezu der Hälfte aller Fälle gelangen die Täter in die Wohnungen, indem sie Fenster einfach aufhebeln. Besonders gefährdet sind Fenster im Erdgeschoss oder solche, die beispielsweise über einen Balkon einfach zu erreichen sind. Auch Terrassentüren sind oft das Ziel, weil sie häufig schlecht von der Straße aus einsehbar sind. Rollläden solle man zur Nachtzeit, aber nicht tagsüber geschlossen halten, weil sonst die Abwesenheit deutlich signalisiert werde. Darüber hinaus können besonders gefährdete Fenster und Türen für einen höheren Schutz nachgerüstet werden.
Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter
polizei-beratung.de
Extra

Jahrelang sank die Zahl der Wohnungseinbrüche. Doch in letzter Zeit werden es wieder mehr. Im Jahr 2010 stiegen sie laut polizeilicher Kriminalstatistik um 6,6 Prozent auf deutschlandweit insgesamt 121.347 Fälle. Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Prüm wurden im vergangenen Jahr 161 Fälle verzeichnet, drei weniger als im Vorjahr. Entgegen der landläufigen Meinung werden die meisten Einbrüche tagsüber begangen - vor allem in Großstädten. Allerdings wird es für die Einbrecher dank besserer Technik immer schwieriger, dafür spricht trotz der gestiegenen Fallzahlen der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch. Während 1993 lediglich 28,3 Prozent der Einbrecher dabei scheiterten, stieg der Anteil der Einbruchsversuche seitdem auf nahezu 40 Prozent. Mit 15,9 Prozent bewegt sich die Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruch auf niedrigem Niveau. red/ch