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Eindeutiges Bekenntnis zu Josef Junk

Eindeutiges Bekenntnis zu Josef Junk

Nun ist es amtlich: Einstimmig haben die Sozialdemokraten aus Bitburger und Kyllburger Land am Donnerstagabend Josef Junk als Bürgermeisterkandidaten für die neue VG Bitburger Land ins Rennen geschickt.

Bettingen. Dass sich die Sozialdemokraten ausgerechnet in Bettingen treffen, liegt zum einen daran, dass Bettingen als Hochburg der SPD gilt, und zum anderen am umfangreich sanierten Jugendheim, das als Veranstaltungsort dient.
Ein großer, heller, puristisch gestalteter Raum mit gebürstetem Eichenparkett. Ginge es darum, eine gemütliche Atmosphäre zu erzeugen, so wäre dieser Saal sicher nicht die erste Wahl. Denn die 54 (und davon 51 stimmberechtigten) Sozialdemokraten schaffen es nicht einmal ansatzweise, den Raum zu füllen. Dafür aber kommen so die vielen roten Fähnchen auf den Tischen besser zur Geltung.Kommunalwahl 2014


Auch Josef Junk hat ein Glas mit SPD-Papierflaggen vor sich stehen. Und eine Kamera, mit der er zwischendurch Fotos macht. Möglicherweise sind die ersten Bilder des Abends verwackelt. Denn der Hobbyfotograf ist etwas nervös. "Ich bin genauso aufgeregt wie beim letzten Mal", sagt Junk, der Anfang 2009 - ebenfalls in Bettingen -- zum SPD-Bürgermeisterkandidaten der VG Bitburg-Land nominiert wurde und nun erneut um Unterstützung wirbt. Seit 2010 ist Junk Bürgermeister der VG Bitburg-Land. Jetzt möchte er Verwaltungschef der neuen VG Bitburger Land werden, die zum 1. Juli aus der Fusion von Bitburg-Land und Kyllburg entsteht. Er habe im Vorfeld der letzten Wahl nicht viel versprochen, aber das wenige eingehalten, sagt Junk. Er lobt den fairen Umgang mit den anderen Parteien während seiner Amtszeit und hofft nun auf einen ebenso fairen Wahlkampf. "Man soll sich gegenseitig anerkennen und achten", sagt Junk.
Ob sich dieses ausgeprägte Harmoniebedürfnis bis zum 25. Mai aufrechterhalten lässt, bleibt abzuwarten. Schließlich hat die CDU mit Rainer Wirtz, dem Bürgermeister der VG Kyllburg, bereits ihren Kandidaten nominiert. Und die Bewerbungsfrist für das Amt des Bürgermeisters endet erst am 7. April.
Dafür aber steht außer Frage, dass die SPD mit Josef Junk an der Spitze in den Wahlkampf zieht. Einstimmig bestätigen die Mitglieder der sechs SPD-Ortsverbände aus Bitburg-Land und Kyllburg Junk als Bürgermeisterkandidaten und Erstplatzierten der Liste. Bereits im Vorfeld haben sich die Vorstände der Ortverbände auf eine Vorschlagsliste für die SPD-Kandidaten des Verbandsgemeinderats geeinigt. Und wie Versammlungsleiter Nico Steinbach erklärt, sei bei der Aufstellung der Liste auch die Proportion der Ortsvereine berücksichtigt worden. In Bitburg-Land gibt es vier Ortsverbände, in der VG Kyllburg Zwei. Weshalb sich die Vereine laut Steinbach darauf verständigt haben, die Liste im Verhältnis zwei zu eins zu erstellen: Auf zwei Genossen aus Bitburg-Land kommt einer aus der VG Kyllburg.
Und das wird dann bei der anschließenden Wahl auch so durchgezogen. Jeder Kandidat der Liste wird auf seinem Platz bestätigt. Und die meisten von ihnen erreichen die volle oder zumindest annähernd volle Stimmzahl. Auch wenn die rund 50 Genossen aus Bitburg-Land und Kyllburg in dem großen, weißen Saal etwas verloren wirken, so haben sie zwischen all den roten Fähnchen am Ende doch ihren gemeinsamen Nenner gefunden.

Liste für den VG-Rat Bitburger Land:
1. Josef Junk (Idenheim), 2. Jürgen Holbach (Bettingen), 3. Bernd Spindler (Burbach), 4. Monika Fink (Idesheim), 5. Harald Schönecker (Oberweiler), 6. Josef Wallscheid (Oberkail), 7. Ralf Schiemann (Wolsfeld), 8. Olaf Böhmer (Bettingen), 9. Daniela Harvey-Blum (Badem), 10. Dieter Lichter (Rittersdorf), 11. Gerd Zillien (Messerich), 12. Sylvia Mathey (Kyllburg), 13. Marcus Dannehl (Oberweis), 14. Reinhard Becker (Dudeldorf), 15. Peter Baumann (Pickließem), 16. Johannes Paas (Hüttingen an der Kyll), 17. Thomas Tesch (Idenheim), 18. Ralf Banz (Balesfeld), 19. Wolfgang Schnarrbach (Bettingen), 20.Nico Steinbach (Oberweiler), 21. Kerstin Emonts (Badem), 22. Thomas Treptau (Wolsfeld), 23.Gisela Dondelinger (Dudeldorf), 24.Frank Schwinnen (Kyllburgweiler), 25. Harald Grey (Bettingen), 26. Sarah Lichter (Rittersdorf), 27. Alfred Jung (Gransdorf), 28. Josef Schumacher (Messerich), 29. Michael Krämer (Metterich), 30. Evi Mentz (Oberkail), 31. Dietmar Friedrich (Bettingen), 32. Ludwig Leinen (Fließem), 33. Werner Franzen (Badem), 34. Bernd Stieren (Fließem), 35. Bernd Heinicke (St. Thomas), 36. Richard Schleder (Badem). Ersatzkandidaten: Julia Heinz (Idesheim), Richard Wendt (Bettingen).