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Eine Baustelle als Klassenzimmer

Eine Baustelle als Klassenzimmer

WAXWEILER. (lk) Bunte Praxis statt grauer Theorie: Das dritte und vierte Schuljahr der Grundschule Lünebach hat dabei zugeschaut, wie ein Haus entsteht. Für einen Tag wurde eine Baustelle in Waxweiler zum großen Klassenzimmer.

Mit Spannung sehen die Lünebacher Schüler zu, wie ein schwerer Kran die Bauelemente eines Streif-Fertighauses zusammenfügt. Die Kinder wissen: Zu nah dürfen sie nicht an die Baustelle, das wäre zu gefährlich. Einen ganzen Schultag verbringen die Kinder mit ihrer Lehrerin Hedwig Reichert auf der Baustelle und lernen, was beim Hausbau dazu gehört. Zuerst wird ein Fundament gelegt, dann werden die Wände zusammengebaut, und zum Schluss wird das Dach aufgesetzt. "Nach den Ferien beschäftigen wir uns im Unterricht damit, was die Kinder hier gelernt haben, und bauen ein Haus im Kleinen nach", erklärt Reichert. Außer der Baustelle haben die Kinder schon eine Bäckerei und einen Steinmetzbetrieb besucht. Wie die Bestandteile eines Fertighauses hergestellt werden, wollen sie bei einem Besuch im Weinsheimer Werk der Firma erfahren. Auf die Idee für den Besuch auf der Baustelle ist die Mutter einer Schülerin gekommen. "Ich finde gut, dass die Leitungen für Wasser und Strom schon in den Wänden eingebaut waren", sagt Marvin Junk aus dem dritten Schuljahr fachmännisch. "Ich finde es interessant, dass die Fenster schon fertig eingebaut sind und die Treppe schon so früh eingebaut wird", sagt Nikola Wehse aus dem vierten Schuljahr. Die Kinder aus der Lünebacher Schule schätzen, in welcher Zeit das Haus aufgebaut ist: "Nach einem Tag ist das Haus fertig", sagt Marcel Gretz. Einige wollen vielleicht später beruflich selbst Häuser bauen.