Eine echte Chronik

SEINSFELD/ROMMERSHEIM. Josef Heck aus Rommersheim ist der Verfasser einer umfangreichen Chronik der Pfarrei Seinsfeld sowie benachbarter Orte und Höfe.

Autor Josef Heck ist ein Kind der Eifel. Er wurde 1923 in Seinsfeld geboren. Als Lehrer wirkte er unter anderem in Irrhausen, Wallersheim und Rommersheim. Heck trat bereits durch mehrere Publikationen hervor und ist aktives Mitglied im Geschichtsverein Prümer Land. In einem 316 Seiten umfassenden Geschichtsbuch stellt er nun die Chronik der Pfarrei Seinsfeld vor. In Jahre langer Forschungs-, Archiv- und Schreibarbeit gelang es Heck, Spuren zu finden, zu sichten und zu deuten. Viele Archive, darunter die Stadt- und Bistumsarchive in Trier sowie das Landeshauptarchiv in Koblenz bemühte er, um historische Quellen unter die Lupe zu nehmen und Materialien zu bearbeiten. Ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis verweist darauf. "Früher hatte jede der fünf Gemeinden der Pfarrei Seinsfeld ihren Chronisten, den Lehrer. Nun gibt es keinen Lehrer mehr dort, also machte ich mich als geborener Seinsfelder an die Arbeit", begründet Heck die Motivation für seine Forschungen. Als Grundlage bei der Erstellung dieses Heimatbuches dienten weiterhin die Schulchronik von Lehrer Jakob-Georg Meyer und die geschichtlichen Aufzeichnungen von Pfarrer Jakob Lenz aus Steinborn, denen das Werk gewidmet ist. Auch Dechant Peter Nell lieferte wertvolle Informationen. Das Seinsfelder Geschichtswerk ist eine echte "Chronik". Chronologisch behandelt Verfasser Josef Heck die Geschichte von der Stein- und Römerzeit bis in die Gegenwart. Fast 100 Seiten befassen sich mit der Seinsfelder Historie. In sechs Kapiteln beleuchtet das Buch die Geschichte der Pfarrei und ihrer ehemaligen und heutigen Dörfer. Dazu gehören Kyllburgweiler, Seinsfeld mit Wasserburg und Hof Schwickerath, Steinborn, St. Thomas mit dem damaligen Wallfahrtsort St. Johann, Zendscheid und Corneshütte. Weiterhin geht der Verfasser auf das Brauchtum, die Bruderschaften, bedeutende Kreuze in der Pfarrei, die 250-jährige Schulgeschichte, die Nazi-Zeit und die Kriege in seinem Geburtsort ein. Von Interesse dürfte auch die soziale und gewerbliche Entwicklung der Dörfer und das Verzeichnis der Häuser und ihrer Bewohner der vergangenen 350 Jahre sein. Dazu wurde besonders das Seinsfelder Familienbuch zu Rate gezogen.