"Eine einmalig günstige Chance"

"Eine einmalig günstige Chance"

Nach dem Kauf einer ehemaligen Gewerbehalle in Schönecken durch die Verbandsgemeinde (VG) Prüm hat die Ortsgemeinde grünes Licht für eine gemeinsame Nutzung gegeben. Die FWG-Fraktion kritisierte allerdings die Informationspolitik.

Schönecken. Der TV-Bericht vom 21. Juni über die Lösung der öffentlichen Raumprobleme in Schönecken trat eine Diskussion los, die sich in der jüngsten Ratssitzung fortsetzte. Der Ursprung des Disputs liegt in einer früheren Sitzung: Damals schlug VG-Bürgermeister Aloysius Söhngen (CDU) dem Rat folgendes Modell vor: Die VG kauft die ehemalige Werk- und Lagerhalle der Firma Batzdorfer als künftiges Gerätehaus für die Feuerwehr Schönecken, und die Ortsgemeinde kann dort gegen Bezahlung ihren Bauhof unterbringen.Inzwischen ging der Kauf über die Bühne, und der Gemeinderat hatte einen Beschluss zu fassen. "Wir haben erstmals einen Raumplan und konkrete Fakten vorliegen", sagte Ortsbürgermeister Werner Krämer (CDU). Der VG-Vorschlag einer monatlichen Miete von 490 Euro beziehungsweise 1,80 Euro pro Quadratmeter sei sehr günstig: "Dafür können wir nicht selbst eine Halle bauen. Die Miete belastet auch nicht unseren Kreditrahmen." Stephan Schmitz (FWG) hätte sich erst eine konkrete Nachfrage der VG gewünscht, ob die Gemeinde das Modell tatsächlich umsetzen wolle. Schmitz' Fraktionskollegin Maria Weber erinnerte an einen Beschluss des VG-Rats: Voraussetzung für den Kauf der Halle sollte demnach ein langfristiger Mietvertrag mit der Ortsgemeinde sein. Einen solchen Vertrag gebe es jedoch nicht. Für Johannes Arendt (SPD) waren diese Bedenken unverständlich: "Wir haben im Gemeinderat damals sogar einen Grundsatzbeschluss gefasst." Zweiter Beigeordneter Erdal Dogan (SPD) warnte vor den Konsequenzen einer Ablehnung: "Wenn wir Nein sagen, werden wir bei anderen Projekten Probleme bekommen."Vertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr

Aus Sicht von Otmar Koch (CDU) können die Betriebsabläufe des Bauhofs am neuen Standort deutlich besser gestaltet werden: "Das ist eine einmalig günstige Chance. Wir sollten zugreifen." Auch Adelheid Karps (FWG) Hinweis auf die unbekannte Höhe der Nebenkosten konnte die Ratsmehrheit nicht mehr umstimmen: Ohne Gegenstimme bei drei Enthaltungen der FWG beschloss der Rat, den Hallenteil wie vorgeschlagen für fünf Jahre zu mieten. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag danach um je ein Jahr. Der neue Standort für die Feuerwehr war nötig geworden, weil ihr altes Gerätehaus zu klein für das neue Löschfahrzeug ist. Als Übergangslösung mietete die VG eine Halle hinter der Schönecker Tankstelle.