Eine Idee, aus der eine Institution wurde: Zehn Jahre Bitburger Bauernmarkthalle

Bitburg · Es gibt Eier von glücklichen Hühnern sowie Obst, Gemüse, Fleisch und Käse aus der Region. Was die Bitburger Bauernmarkthalle aber zu etwas Besonderen macht, ist die Atmosphäre. Hier haben die Menschen Zeit. Es geht um mehr als um Kaufen und Verkaufen. Die Halle, die im Oktober „Zehnjähriges“ feiert, ist längst Treffpunkt.

 Freundliche Anbieter, gut gelaunte Kunden und gemütliche Ecken zum Plaudern: ein Blick in die Bauernmarkthalle.

Freundliche Anbieter, gut gelaunte Kunden und gemütliche Ecken zum Plaudern: ein Blick in die Bauernmarkthalle.

Foto: Dagmar Schommer

Eisbein mit Sauerkraut und Püree ist Gericht des Tages: Mittagstisch in der Bauernmarkthalle. Auf einer Eckbank haben es sich fünf ältere Herrschaften gemütlich gemacht. Es schmeckt. Sie kommen regelmäßig, wie so viele andere auch. "Wir sind eigentlich jeden Freitag hier", sagen Manfred und Ursula Gillen aus Bitburg, die sich am Weinstand mit Hans-Dieter Ohmen und Rudi Meyer aus Hersdorf auf einen Schoppen treffen. Eingekauft wird natürlich auch. Aber für sie ist die Markthalle vor allem ein Treffpunkt. "Hier spürt man einfach die gute Gemeinschaft", sagt Ohmen. Die gute Gemeinschaft der Direktvermarkter, die Produkte von ihren Höfen anbieten - von Obst und Gemüse über Fleisch, Fisch, Geflügel und Käse bis hin zu hausgemachtem Kuchen, Wein, Schnaps und Deko-Artikeln.

Informationen aus erster Hand

Keine Frage: Wer in der Bauernmarkthalle einkauft, schätzt es, dass es dort regionale Produkte gibt. Es ist ein interessiertes Publikum. "Die Kunden fragen nach, wie die Tiere gehalten und gefüttert werden oder wie die Produkte verarbeitet werden", sagt Marktleiter Christoph Lausberg, der selbst Geflügel anbietet. "Hier stehen die Betriebsleiter selbst hinter der Theke und informieren. Das unterscheidet uns ja auch vom Supermarkt."

Angefangen hat alles vor zehn Jahren. Heute gibt es 13 Direktvermarkter. "Von denen würde hier keiner seinen Platz mehr aufgeben", sagt Lausberg und erklärt, dass an einem Wochenende mehr als 1000 Kunden in die Halle kommen. Das Konzept geht also auf. Was sich über die Jahre - abgesehen vom Wechsel einiger Anbieter - geändert hat: "Das Bewusstsein für regionale Produkte ist gewachsen. Während es hier am Anfang vor allem ein älteres Publikum gab, kommen inzwischen auch zunehmend jüngere Leute", sagt Lausberg.

Bei den Besuchern, die meisten sind Stammkunden, punktet die Bauernmarkthalle aber nicht nur mit regionalen, verantwortungsbewusst hergestellten Lebensmitteln. Rund um die Tische kommen die Leute zusammen, erzählen bei Kaffee und Kuchen, dem Mittagstisch oder einem Gläschen Sekt. Es herrscht Wohnzimmer-Atmosphäre. Viele kennen einander. Die Bauernmarkthalle ist auch eine Begegnungsstätte.

Die Bauernmarkthalle hat immer freitags (9 bis 17 Uhr) und samstags (9 bis 13 Uhr) geöffnet. Das zehnjährige Bestehen wird beim Bitburger Bauernmarkt am Sonntag, 11. Oktober, ab 11 Uhr, mit einer kleinen Überraschung für die Kunden gefeiert. Beim Bauernmarkt machen mehr als 50 Aussteller mit.

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