ÜBER DIE DÖRFER: Eine Neuigkeit und viele Vereine

ÜBER DIE DÖRFER : Eine Neuigkeit und viele Vereine

Pickließem (utz)  „Es ist gut, dass Sie anrufen – es gibt Neuigkeiten.“ Als hätte Edgar Comes auf den Anruf des Trierischen Volksfreunds gewartet (was natürlich nicht so war), gibt es also gleich ein Gesprächsthema.

Ein überaus positives, wie der Ortsbürgermeister von Pickließem (Verbandsgemeinde Bitburger Land, etwa 270 Einwohner, Stand Dezember 2017) findet. Denn es geht um das Gemeindehaus, das am 18. und 19. Mai eingeweiht werden soll. Mit hohem Besuch aus Mainz, Landrat und allem Drum und Dran.

Kein Wunder, dass Comes, der seit zwei Amtsperioden Dorfchef ist, stolz auf das frisch sanierte Haus ist, das früher Schulgebäude war und seit den 70er Jahren für das Vereinsleben genutzt wird. Denn sechs bis sieben Jahre lang haben die Sanierungs- und Umbauarbeiten gedauert. Währenddessen konnten die Vereine Teile des  Hauses – bis auf einen kurzen Zeitraum von etwa neun Monaten – dennoch eingeschränkt nutzen. Nun sind aber alle Möglichkeiten da: mit Küche, einem großen Saal und modernen Toilettenanlagen. Etwa 650 000 Euro hat der Umbau gekostet, 60 Prozent trug das Land, 40 Prozent die Gemeinde. Zudem gab es jede Menge Eigenleistung. Was sich gelohnt hat, findet Comes.  Denn das Haus belebe das Dorfleben enorm: So gibt es nun dort regelmäßig einen Bingo-Nachmittag (am Sonntag, 7. April, ab 13.30 Uhr), die „Dorfkneipe“ (am Samstag, 16. März, 19.30 Uhr, als Irish Pub mit  irischer Musik) oder erstmals am Samstag, 15. Juni, 20 Uhr, die Eifel-Kulturtage – zum Auftakt mit dem Kabarettisten Johannes Flöck. Überhaupt: Das Kultur- und Vereinsleben im Ort sei vorbildlich, findet Comes. Neben der Feuerwehr, dem Sportverein, dem Theaterverein der Frauengemeinschaft gibt es neuerdings einen Whisky-Club.  Und seit einigen Jahren sogar ein eigenes Festival: das Pickstock-Open-Air (27./28. Juli 2019), das jedes Jahr größer wird. „Da nähern wir uns langsam Woodstock“, scherzt Comes.

Also alles in Butter? „Na ja“, sagt Comes. „Auch wir haben mit dem demographischen Wandel  zu kämpfen.“ Was auch zu Leerständen führe. Da müsse sich politisch einiges tun. Zum Beispiel brauchten die Gemeinde mehr Geld, um alte Gebäude zu sanieren oder eventuell abzureißen, damit der Ortskern für Neubürger attraktiv bleibt. Apropos Zuzug: Das letzte Baugrundstück im Baugebiet „Auf Burggraben“ wird nun auch bebaut. Das heißt: Die Gemeinde ist auf der Suche nach neuem Bauland.  Einen Partner in Sachen Karneval hat sie schon gefunden: Seit zwei Jahren gibt es — gemeinsam mit den Dudeldorfern— einen Umzug  und eine Abschlussfeier im Dorfgemeinschaftshaus. „Das hat toll geklappt. Ich hoffe, es bleibt bei dieser Kooperation.“

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