Eine Schule für Ruanda

BITBURG. (lyv) Eine Woche Arbeit für Ruanda leisteten die Schüler der Berufsbildenden Theobald-Simon-Schule in Bitburg. Mit dem Erlös soll eine berufsbildende Schule in Ruanda errichtet werden.

"Insgesamt 13 000 Euro werden wir zusammenbekommen", sagt Professor Winfried Reichert am Ende der Aktion für Ruanda. In der letzten Juniwoche machten sich die Bitburger Schüler an die Arbeit. Mit Flyern und einem Aufruf in der Zeitung wurde zunächst die Bevölkerung auf die Veranstaltung hingewiesen. Autowaschen, innen und außen, Flohmarkt, Mittagstisch, Torwandschießen, Haarstudio, Massage und Meditation stand auf dem nicht alltäglichen Stundenplan. Schüler der ersten und zweiten Ausbildungsklassen sind am Berufsschultag in ihren Ausbildungsbetrieben geblieben und haben für das afrikanische Land gearbeitet. Die jeweiligen Betriebe haben der Schule dafür Geldspenden überreicht. Auch die Abschlussklassen haben ihren finanziellen Beitrag geleistet. Und was passiert nun mit dem Geld? "Wir bauen eine Schule in Rwesero im Norden Ruandas", sagt Reichert. Speziell für die Kriegswaisen in diesem Land soll eine Schule entstehen mit dem Schwerpunkt Schlosserei, Tischlerei, Maurer, KFZ-Mechaniker, Gastronomie und dem Erzieherberuf. "Wir brauchen 17 000 Euro, damit das Land Rheinland-Pfalz weitere 17 000 Euro dazugibt. Mit diesen 34 000 Euro kann die Schule gebaut werden", erklärt der Professor. Da auch andere berufsbildende Schulen in Prüm, Wittlich, Saarburg und drei in Trier sich am Ruanda-Tag beteiligten, erhofft sich Reichert die fehlenden 4000 Euro von diesen, um das Projekt zu verwirklichen. "Wenn nicht, dann werden wir im nächsten Jahr wieder eine Aktion starten, und dann klappt es ganz bestimmt", ist sich Reichert sicher.