Eine seltene Auszeichnung

Reimund Köhl, seit fast 34 Jahren Revierleiter im Forstamt Prüm, hat eine außergewöhnliche Auszeichnung erhalten: Der Direktor der Zentralstelle der Forstverwaltung, Hermann Bolz, ernannte Köhl zum Forstrat.

Prüm. "Die Ernennung zum Forstrat ist wirklich eine absolute Seltenheit für einen Revierleiter", sagt Peter Wind, Chef des Forstamts Prüm. Der Titel würdige Reimund Köhls "jahrzehntelange Verdienste um die heimischen Wälder". Wind überreichte dem langjährigen Kollegen die Ernennungsurkunde bei einer Feier im Forstamt und betonte noch einmal Köhls große Verdienste. Mehr als alle Worte zeige "Köhls Wald" das segensreiche Wirken des passionierten Försters. Reimund Köhl war einer der ersten Kollegen, die konsequent auf eine naturnahe Waldbewirtschaftung umstellten: "Heute Standard, vor mehr als 30 Jahren aber noch die Ausnahme", sagt Peter Wind. Voraussetzung für ein Gelingen: Weniger Reh- und Rotwild. Das ging nicht ohne Kritik an dieser Vorgehensweise: "Das Thematisieren der Wald-Wild-Problematik und das deutliche Absenken der Wilddichten im Staatswald hat Reimund Köhl nicht nur Freunde geschaffen. Bis heute ist die Jagd vielerorts Reizthema, trotzdem ließ sich Reimund Köhl nicht beirren."
Der Erfolg gebe dem frischgebackenen Forstrat nun Recht. "Baumarten- und strukturreiche Wälder hat er geschaffen, in dieser Vielfalt eine Seltenheit, nicht nur in Rheinland-Pfalz." Und deshalb sei Reimund Köhl nichts weniger als "ein Leuchtturm unter den Revierleitern", sagte sein Chef.
Auch die Kollegen wünschen dem neuen Forstrat nur das Beste, nämlich "viel Spaß bei seiner Berufung, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit. red/fpl