Eine Stadt und ihr Bier

Eine Art Erlebnis-Museum, das in die Geschichte des Bitburger Pils entführt und die Kunst des Bier-Brauens von der Rohstoff-Auswahl über den Gärungs-Prozess bis zur Flaschen-Abfüllung mit allen Sinnen an historischer Braustätte erlebbar macht: Das wird die Bitburger Marken-Erlebniswelt. Eröffnung: Frühjahr 2009.

Bitburg. Die Fenster werden auf Hochglanz geputzt, in nur zwei Wochen ziehen rund 100 Brauerei-Mitarbeiter in ihre neuen Büroräume über der Bitburger Marken-Erlebniswelt. "Das wird ein schöner, moderner Bau. Wir freuen uns schon", sagt Kerstin Flötner, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Bitburger Braugruppe, die das Konzept der Marken-Erlebniswelt erstmals öffentlich präsentiert. "Es wird anschaulicher als unsere derzeitigen Führungen, bei denen man zwar die Maschinen, aber nicht den Prozess des Bierbrauens sieht", sagt Flötner.

Auftakt ist im gemeinsamen Foyer von Marken-Erlebniswelt und Stadthalle, wo auch der "Bit-Shop" sein wird. Von dort führt ein Rundgang zu den einzelnen Stationen, angefangen mit der Geschichte der Brauerei und der sieben Familien-Generationen, die das Unternehmen führen - mit Infos zu wichtigen Errungenschaften wie der Ablösung des Bügelverschlusses durch den Kronkorken oder dem Slogan "Bitte ein Bit" (beides 1951). Es folgen Stationen zu den Rohstoffen des Biers. So erfährt der Besucher, dass das Brauwasser aus der Bitburger "Trias Mulde" rund 13 000 Jahre alt ist, und kann eine Säule mit fließendem Wasser bestaunen. Auch ein Gerstenfeld ist in der Marken-Erlebniswelt angepflanzt, wo ein frischer Wind weht und Video-Animationen Ernte und Verarbeitung zeigen. Die Besucher können Hopfen riechen und Hefekulturen unter einem Mikroskop beobachten. Im Sudhaus, wo der alte Kupferkessel samt virtuellen Fenstern stehen wird, gibt es einen Blick hinter die Kulissen des Brau-Prozesses, das Thema "Gärung" wird im alten Tank der Braustätte erklärt.

In rund eineinhalb Stunden geht's weiter bis zur Abfüllung, wo unter anderem der Weg von der Pfandflasche bis zur neubefüllten Bierflasche (vier Millionen Flaschen Pils verlassen täglich die Brauerei) erklärt wird und in der Genießer-Lounge im alten Kesselhaus endet, wo neben einem frisch gezapften Bitburger zum Abschluss noch ein Film gezeigt wird. Mit Getränke-Gutscheinen und Stadtplan werden die Gäste anschließend in die Innenstadt entlassen. "Uns ging es darum, die Marke mit allen Sinnen erlebbar zu machen", sagt Flötner. Eröffnung soll im Frühjahr 2009 sein.