Eine starke Verbindung

Mit dem Brückenschlag über die Kyll zwischen Usch und Densborn ist beim Kylltalradweg nicht nur eine Lücke geschlossen wurden, sondern auch der Vulkaneifelkreis und Eifelkreis Bitburg-Prüm sind hier per Rad zusammen gerückt. 575 000 Euro investiert das Land Rheinland-Pfalz.

Usch. "Wo stehen wir jetzt eigentlich? Auf dem Gebiet des Landkreises Vulkaneifel oder im Eifelkreis Bitburg-Prüm?", fragte Matthias Pauly, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, zu der Densborn gehört, bei der offiziellen Brückenfreigabe über der Kyll. Die neue Brücke steht zwar auf Densborner Gebiet, aber das war bei dieser symbolischen Eröffnung nicht wichtig. Als einer der sieben Fernradwege im Land hat der 2003 eröffnete Kylltalradweg eine wichtige Funktion und verläuft auf 115 Kilometern durch die Eifel von Dahlem bis nach Trier. Entlang der Kyll schlängelt sich der Fernradweg durch die von Urgewalten geprägte Vulkaneifel und durch die von Streuobstwiesen und zerklüfteten Felsformationen geprägte Landschaft des Bitburger Gutlandes. Dem Radfahrer erschließen sich dabei interessante Zeugnisse der Vergangenheit wie Burgen und Schlösser, Mühlen und Kirchen, er bekommt Einblick in Museen der Region und radelt durch malerische Eifel-Dörfer.

"Bei der Eröffnung 2003 hatten wir die Hoffnung, dass der Radweg weiter gehen würde als damals. Heute können wir sagen: Es ist wieder ein Stück weitergegangen", sagte Matthias Pauly. Denn was dem Kylltalradweg noch immer fehlte, war eine Radverbindung zwischen Densborn und Usch. Deshalb wurden über die Kyll nun eine Stahlbrücke mit 52 Metern Länge für 290 000 Euro und zwischen den beiden Orten ein 2,5 Kilometer langer Radweg gebaut, der die beiden Teilstücke miteinander verbindet.

Auf dem Gebiet des Eifelkreises Bitburg-Prüm waren es genau 1,5 Kilometer und im Vulkaneifelkreis ein Kilometer. Die 575 000 Euro stammen aus einem Sonder-Programm des Landes. Der Lückenschluss soll aber auch ein verbindendes Zeichen zwischen den beiden Landkreisen sein, wie Harald Enders, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, und Bernd Spindler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kyllburg betonten. "Wege und Brücken verbinden, dieses Geld hier ist gut investiertes Geld", sagte Enders.

Bisher bestehen in den beiden Kreisen schon 150 Kilometer Radwanderwege, es sollen einmal 200 Kilometer werden, erklärte Enders. Die enormen Möglichkeiten, die der Radtourismus der Gastronomie und der Hotellerie eröffnet, müssten diese aber selbst erkennen. "Wichtig ist deshalb, dass wir Betrieb finden, die auch mitmachen", sagte Roger Graef, Landrat des Eifelkreises Bitburg- Prüm. Positive Ergebnisse sind schon jetzt zu verzeichnen, wie Wolfgang Reh von der Eifel- Tourismus sagt. "Wir können schon jetzt gute Erfolge aufweisen."