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Eine Straße, zwei Jahre, drei Millionen Euro: Die K 43 in Gondorf wird ausgebaut

FOTO: (e_bit )
Gondorf. Es ist ein Riesenprojekt: Die Ortsdurchfahrt Gondorf muss erneuert werden. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren und Kosten von mehr als drei Millionen Euro. Von heute an müssen Autofahrer eine Umleitung nehmen, die Zufahrt zum Eifelpark bleibt frei. Eileen Blädel

Die gute Nachricht zuerst: Wer in den kommenden Sommermonaten mit der Familien-Achterbahn im Eifelpark Gondorf fahren oder Tiere im Streichelzoo besuchen will, der muss sich keine Sorgen machen, wie er mit dem Auto auch dorthin gelangen soll - die Zufahrt zum Park soll von den Bauarbeiten des Großprojekts, das heute startet, nicht beeinträchtigt werden. Das bestätigt auch Parkbetreiberin Nadine Löwenthal: "Die Besucher müssen lediglich eine kleine Umleitung nehmen, aber unsere Zufahrt ist und bleibt frei."

Zudem falle ein Teil der insgesamt 15 000 Parkplätze zeitweise weg, nämlich die auf dem Schotterparkplatz - "aber das sind nicht dramatisch viele", sagt Löwenthal. Und wenn der Andrang doch mal groß und es daher eng werden sollte, dann habe die Ortsgemeinde dem Park zugesagt, dass man auf Sportplatz und Neubaugebiet ausweichen dürfe. Also alles für Park und Besucher gar kein Problem, findet Nadine Löwenthal, und Bauarbeiten, "die müssen nunmal eben auch gemacht werden".
Und in Gondorf hat sich einiges angesammelt - entsprechend lang ist die Liste, die nun abgearbeitet werden muss. Und die Zeit, die das Ganze in Anspruch nehmen wird: Thomas Schon, als Bauleiter vom Landesbetrieb Mobilität Gerolstein für das Projekt verantwortlich, geht insgesamt von etwa zwei Jahren aus - der erste große Brocken Arbeit soll dieses Jahr über die Bühne gehen, 2017 folgen weitere drei Bauabschnitte.

Das steht alles an: Die Kreisstraße 43 befinde sich mittlerweile "in sehr schlechtem Zustand", sagt Thomas Schon. Der komplette Unter- und Oberbau müsse daher erneuert werden. Auf insgesamt 1120 Metern werde die Ortsdurchfahrt ausgebaut. Dabei werden Kanal- und Wasserleitungen erneuert, außerdem komme eine Nahwärmeleitung und der Bau eines Gehwegs hinzu.
Die Arbeiten haben nach Auskunft von Ortsvorsteher Otmar Kaufmann "null" mit der geplanten Erweiterung des Eifelparks (der TV berichtete) zu tun. Eine Sanierung der Straße sei bereits vor mehr als zehn Jahren beantragt worden.
Heute richten Arbeiter der Firma Köppen die Baustelle ein: Zunächst geht es um den Abschnitt der K 43 zwischen der Einmündung Neustraße und Kyllstraße, der wohl bis Ende Dezember für den Verkehr gesperrt wird, damit dort auch fleißig gearbeitet werden kann.

Das müssen Autofahrer beachten: Der Eifelpark und auch das Hotel Terra Ventura können während dieser Zeit nur aus zwei Richtungen angefahren werden: aus Richtung Philippsheim und Dudeldorf. Zudem wird eine Umleitung eingerichtet, die den Verkehr in Richtung Hüttingen an der Kyll ab Einmündung L 36/K 43 bei Gondorf über die L 36 und B 50 bis Hüttingen an der Kyll leitet - und umgekehrt (siehe Grafik).

Das kostet das Ganze: Der Eifelkreis Bitburg-Prüm, die Verbandsgemeindewerke Bitburger Land sowie die Ortsgemeinde und Bürgerversorgungsgesellschaft Gondorf stemmen das Projekt gemeinsam, auch Telekom und RWE sind mit im Boot. Geteilt werden daher auch die Kosten, die inklusive aller Abschnitte in zwei Jahren Bauzeit auf etwas mehr als drei Millionen Euro kommen: Der Kreis übernimmt 955 000 Euro, die VG-Werke sogar noch etwas mehr, nämlich 1,56 Millionen Euro, Ortsgemeinde und Bürgerversorgungsgesellschaft tragen 525 000 Euro, die beiden Unternehmen 25 000 Euro. Zudem gibt es Zuschüsse vom Land: insgesamt 955 900 Euro.

Und so geht es weiter: Im kommenden Jahr folgen weitere drei Bauabschnitte: Die K 43 soll auf einer Strecke von etwa 500 Metern außerhalb in Richtung Hüttingen an der Kyll ausgebaut werden, ebenso ein weiteres Stück der Kreisstraße ab der Einmündung Neustraße in Richtung Hüttingen an der Kyll sowie ab der Einmündung Kyllstraße in Richtung Philippsheim und Dudeldorf. Der genaue Zeitplan steht noch nicht fest.

 Die Umleitung gilt bis Ende des Jahres. Im Eifelpark kann man trotzdem Spaß haben. TV-Foto: Klaus Kimmling/Archiv
Die Umleitung gilt bis Ende des Jahres. Im Eifelpark kann man trotzdem Spaß haben. TV-Foto: Klaus Kimmling/Archiv