Einmal Pommes spezial, bitte

Einmal Pommes spezial, bitte

LÜTZKAMPEN-WELCHENHAUSEN. (fpl) "Frit(ü)ure": Die beiden belgischen Künstler Marc Beauvent und Eric Legrain haben sich mit einer nationalen Institution befasst. Die Ausstellung in der "wArte-Halle" eröffnet heute, Samstag, um 16 Uhr – mit Pommes und "Jupiler"-Bier.

Platz ist in der kleinsten Hütte: Die "wArte-Halle" in Welchenhausen, das vermutlich winzigste Museum der Welt mit den garantiert längsten Öffnungszeiten des Universums (ganzjährig rund um die Uhr) widmet sich ab heute den belgischen "Pommes Frites" und den Buden, in denen sie zu haben sind. Titel der Ausstellung: "Frit(ü)ure". Mit dem flämisch-deutschen Mischbegriff wollen die Künstler "auf die Grenzen sprengende Internationalität" ihres Untersuchungsgegenstands hinweisen. "La frite", die "Pommes", das Kartoffelstäbchen: Nicht nur ein Billig-Gericht, sondern "eine bedeutsame Institution, fast so etwas wie eine Philosophie, auf jeden Fall ein Symbol der Einheit, in dem sich die gesellschaftlichen Probleme unseres Landes spiegeln", schreiben Beauvent und Legrain in ihrem "Manifest" zur Pommes. Genussvoll, ernsthaft und zugleich voller Witz spielen sie ihr Thema durch: Mit Zeichnungen von Pommesbuden und mit verfremdeten Fotografien. "Das sind zwei sehr gute Künstler", sagt Museumschefin Leonie Simons. Und zur Eröffnung, verspricht sie, werden selbstverständlich echte belgische Fritten (groß!) serviert, als "spezial" oder mit der typischen "Sauce Andalouse" (scharf!). Zum Ablöschen gibt es "Jupiler". Das Museum im ehemaligen Wartehäuschen wurde 2002 eröffnet. Seitdem sind dort rund ein Dutzend Ausstellungen gezeigt worden. Der Museumsverein "wArte-Halle" betreut gleichzeitig das "Haus der Geschichte der Landschaft und Natur" im ehemaligen Feuerwehrhaus Stupbach. Dort ist derzeit die Ausstellung über den Krieg im Islek aufgebaut. Die Eröffnung ist heute, Samstag, um 16 Uhr. "Frit(ü)ure" ist durchgehend zu sehen bis Mitte September. Der Eintritt ist frei.