Einsatz für Landschaft und Tiere in der Eifel

Einsatz für Landschaft und Tiere in der Eifel

Ein Düsseldorfer Unternehmer bemüht sich seit über 20 Jahren um den Naturschutz in der Eifel: Udo van Meeteren gründete 1990 seine Naturschutzstiftung.

Prüm. (ves) "Die Erstellung zweier Naturschutzgebiete" war das Ziel, mit dem der Düsseldorfer Unternehmer Udo van Meeteren 1990 die Naturschutzstiftung van Meeteren in Prüm gründete. Doch wie kam der Düsseldorfer auf Prüm? "Ich habe meinen Zweitwohnsitz in der Nähe von Wallersheim", erklärt der 84-Jährige seine private Verbindung in die Eifel. Dort lagen ihm besonders das Mehlental nahe Prüm sowie das Irsenvenn bei Heckhuscheid, nahe der belgischen Grenze, am Herzen.

Über 20 Jahre später hat die Stiftung einiges erreicht: 113 Hektar im Mehlental, das ursprünglich mal bebaut werden sollte, und 135 Hektar im Irsenvenn hat die Stiftung im Laufe der Jahre laut van Meeteren für insgesamt 3,5 Millionen Euro gekauft. "Und wir kaufen dort laufend noch Gelände auf", sagt der Stifter.

Die Flächen - bislang vor allem im Mehlental - werden dann umgewandelt und renaturiert, dem Natur- und Landschaftsschutz verpflichtet. Das Ergebnis: "Hier können Sie spazieren gehen, dort stehen auch Bänke, und es gibt die tollsten Tiere", schwärmt van Meeteren.

Der Eisvogel und besondere Schmetterlingsarten seien unter anderem in den Gebieten bereits entdeckt worden.

Mit dieser Arbeit wird der Unternehmer der Satzung seiner größeren Stiftung gerecht. Die "Stiftung van Meeteren", die er bereits 1980 gründete, sieht neben der Förderung von Wissenschaft, Kultur, internationaler Verständigung, sozialen und karitativen Zwecken nämlich auch 20 Prozent Förderung im Bereich Naturschutz vor. Ebendiese sind in die Naturschutzstiftung ausgegliedert.

Fördervolumen beträgt rund zwei Millionen Euro



Die Mutterstiftung hat ein Vermögen von rund 45 Millionen Euro; das Fördervolumen beträgt rund zwei Millionen Euro.

Die Verwaltungsarbeit beider Stiftungen obliegt dem Deutschen Stiftungszentrum (DSZ) des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft in Essen. Und das ist kein Zufall, denn van Meeteren selbst ist stellvertretender DSZ-Verwaltungsratsvorsitzender. "Die übernehmen die Geschäftsführung für mich", sagt der Stifter. Doch den Rest gestaltet er immer noch selbst mit.

Das nächste Ziel des 84-Jährigen ist nun, die Renaturierung im Irsenvenn weiter voranzutreiben, "damit wir auch hier ein Stück Natur bewahren können".

Wenn auch Sie Ihre Stiftung mit Sitz im Eifelkreis Bitburg-Prüm im TV vorstellen möchten, mailen Sie uns Ihre Kontaktdaten an eifel@volksfreund.de

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