Elektrifizierung der Eifelstrecke bleibt in weiter Ferne

Verkehrsministerium kündigt neues Förderprogramm an, Geld reicht aber bei weitem nicht : Nach Resolution: Eifelzüge fahren weiter mit Diesel

Der Kreistag des Eifelkreises hat auf der Sitzung im Juni eine Resolution zur Elekrifizierung der Bahnstrecke zwischen Trier und Gerolstein beschlossen. Darin fordert das Gremium Landes- und Bundesregierung sowie die Deutsche Bahn dazu auf „alle Möglichkeiten auszuschöpfen“, um den Ausbau der „Eifelstrecke“ voranzubringen.

Nach Ansicht des Gremiums soll die Strecke zweigleisig ausgebaut und die Züge auf den Betrieb mit Strom umgerüstet werden. Derzeit laufen sie mit Diesel.

Inzwischen liegen Antworten zu dieser Resolution vor. Die meisten kommen von Bundes- und Landtagsmitgliedern aus der Region. So sprechen die Abgeordneten Patrick Schnieder, Michael Billen (beide CDU), Nico Steinbach (SPD und Jutta Blatzheim-Rögler (die Grünen) ihre Unterstützung für das Projekt aus.

Aber auch Ralf Schweinsberg vom Bundesverkehrsministerium hat auf das Schreiben reagiert. Er erklärt in seinem Brief zunächst den Stand der Dinge: Nämlich, dass ein Ausbau der Strecke aus mangelnder Wirtschaftlichkeit verworfen wurde.

Was Schweinsberg weiter unten schreibt, macht aber zumindest etwas Hoffnung: Der Bund setze gerade ein neues Förderprogramm namens „Elektrische Güterbahn“ auf. Und für diesen Topf wurde auch die Elektrifizierung der „Eifelstrecke“, unter vielen anderen Vorhaben, vorgeschlagen.

Ob die Strecke aber so bald die gewünschten Leitungen bekommt, ist angesichts des Investitionsvolumens von nur 70 Millionen Euro eher fraglich. Denn eine Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Trier und Köln, auf der die Bahnhöfe in Bitburg-Erdorf, Gerolstein und Trier-Ehrang liegen, würde nach Schätzungen rund 500 Millionen kosten.

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