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Elektro-Auto im Eifeler Praxistest

Elektro-Auto im Eifeler Praxistest

Elektronische Mobilität ist nicht nur in der Stadt ein Thema, sondern auch auf dem Land. In Ormont haben Gemeinde und Bürger drei Monate gehabt, um ein E-Auto des Energieverbunds "ene" zu testen.

Ormont. Der nordrhein-westfälsische Energieverbund "ene" will die sogenannte Eletro-Mobilität vortreiben und engagiert sich zum ersten Mal auch auf rheinland-pfälzischer Seite der Eifel. In der Ortsgemeinde Ormont versucht der Konzern Autofahrer für Elektroautos zu begeistern und hat dem Ort für einige Monate ein Elektroauto zur Verfügung gestellt.

Ortsbürgermeister Cornelius Dahm, der das Gefährt von der ene-Vertriebsleiterin Sylwia Laß und dem ene-Experten für regenerative Energie, Alexander Böhmer, in Empfang nahm, betonte, dass das E-Mobil nicht nur für ihn, sondern für jeden seiner knapp 400 Bürger zur Verfügung stehe - natürlich nur, sofern sie auch einen Führerschein haben.Eile ist geboten


"Jeder Bürger, der das Elektroauto einmal testen und fahren möchte, sei es nur für eine kurze Fahrt oder auch für einen oder zwei ganze Tage, kann sich gerne bei mir melden," sagt er. Seit Mai wurden etwa 3000 Kilometer mit dem E-Mobil von Ormonter Bürger zurückgelegt. Wer es selber testen will, muss sich aber sputen, der Wagen steht nur noch bis Ende Juli bereit.Reichweite muss erhöht werden


"Ich bin froh darüber, dass auch die Bürger in einem eher ländlich strukturierten Gebiet bereits heute Erfahrungen mit den Möglichkeiten einer zukunftsgewandten Technik sammeln können, die bislang eher in größeren Städten zum Einsatz kommt", sagt Dahm.

Um den endgültigen Durchbruch in den ländlichen Regionen zu schaffen, müsse aber sicher die Reichweite der Elektroautos noch deutlich verbessert werden, ergänzt er. Und natürlich müsse dazu auch die Zahl der "Stromtankstellen" steigen, um die Wagen hier gut einzusetzen, sagt Dahm.

"Im topographisch gesehen anspruchsvolleren Gelände rund um Ormont lassen sich mit unserem E-Mobil ,vollgetankt' etwa 70 bis 100 Kilometer zurücklegen", berichtete Alexander Böhmer.
Die Reichweite der Elektorautos sei jedoch nicht nur abhängig von der Berg- und Talfahrt, sondern auch von der Außentemperatur und ganz entschieden von der Fahrweise der Person am Lenkrad. aff