Ende der Amts-Tristesse

Mit einem neuen Service-Center soll das Finanzamt Prüm bürgernäher und kundenfreundlicher werden. Ab sofort werden die Besucher persönlich empfangen und mit ihren Anliegen an die richtigen Stellen verwiesen.

Prüm. (ch) Vorbei sind die Zeiten, als sich Besucher im Prümer Finanzamt auf Behördenwegweisern ihren Ansprechpartner heraussuchen mussten oder gar an der Pforte durch die obligatorische Glasscheibe nach dem Weg fragen mussten.

Denn jetzt empfängt ein neues Service-Center die Besucher, für die ersten Fragen stehen zwei Mitarbeiterinnen bereit. "80 bis 90 Prozent der Anliegen können hier schon erledigt werden", sagt Hans-Dieter Natus, Leiter des Finanzamtes Bitburg-Prüm. Mit dem neuen Service-Center, das an eine Hotel-Rezeption erinnert, soll die Behörde kundenfreundlicher und bürgernäher werden. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Dienstleister.

Beide Seiten profitierten davon, so Natus. Der Bürger, weil er direkt einen persönlichen Ansprechpartner habe, der an die richtige Stelle verweisen könne, und die Mitarbeiter, weil sie nicht durch unnötigen Kundenverkehr gestört werden.

Ganz nebenbei werde so auch der Finanzstandort Prüm gestärkt, sagte Natus. "Wir werden alles tun, um diesen Standort zu erhalten." Auch Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy und Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, machten sich selbst ein Bild von der neuen Einrichtung, für die der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) in Trier, dem das Gebäude gehört, 65 000 Euro investiert hat.

Beide drücken ihren Wunsch aus, das Amt dauerhaft zu behalten. "Es fehlt in Prüm nicht an fleißigen Steuerzahlern", sagte Weinandy.

Kleine Randnotiz: Weil das kräftige Rot der Wand hinter dem Empfangstresen den Projektleitern doch zu kräftig war, baten sie den Eifeler Künstler Hans-Dieter Mues aus Orsfeld, ob er nicht noch ein Bild hätte, das er ihnen zur Verfügung stellen könnte. Mues hatte, und nicht nur eins. Prompt wurde das gesamte Erdgeschoss mit neuen Bildern verschönert.