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Ende der Kreisgeschäftsführer

Ende der Kreisgeschäftsführer

GEROLSTEIN. (HG) Beim Hotel- und Gaststättenverband Rheinland steht 2004 eine Umstrukturierung an. Darüber wurden die Mitglieder des Kreisverbands "Südeifel" Bitburg-Prüm und Daun bei der Kreisverbandsversammlung informiert.

"Im nächsten Jahr müssen wir etwas Neues wagen und uns damit auf den Markt einstellen", erklärte Verbandspräsident Dirk Müller bei der Versammlung der Mitglieder des Hotel- und Gaststättenverbands aus den Kreisen Bitburg-Prüm und Daun. Gemeint ist damit die Umstrukturierung des 3800 Mitglieder großen Hotel- und Gaststättenverbands Rheinland. Bisher hat der Verband in seinen 14 Kreisverbänden auch ebenso viele Geschäftsführer, was die Arbeit nicht gerade effektiv macht. "Die Wege innerhalb des Verbands sind einfach zu lang, deshalb müssen wir uns von den Positionen der Kreisgeschäftsführer trennen. Wir haben lange überlegt, was dies an Vor- und Nachteilen ergeben wird", sagte Dirk Müller. Die neue Struktur des Verbands wird sich in die drei Leistungszentren Koblenz, Montabauer und Trier aufteilen, von wo aus die einzelnen Mitglieder betreut werden sollen. Müller erklärte die neue Arbeitsweise: "Wir werden qualifizierte Mitarbeiter in diesen Positionen einstellen, die den ganzen Tag unterwegs sind und wöchentlich bei Ihnen im Betrieb nachfragen, wo der Schuh drückt. Sie sollen die Probleme lösen, die in der Gastronomie anstehen." Kreisgeschäftsführer Rudi Schwarzenbart, für den die Umstrukturierungspläne neu waren, bewertete den Schritt zwar als "notwendig", mahnte aber auch an, "dass noch erheblicher Aufklärungsbedarf besteht". Wichtigstes Ziel der Umstrukturierung, so Schwarzenbart, müsse es sein, Wirtschaftlichkeit und Mitgliederzufriedenheit zu verbessern. Die Situation der Unternehmen in der Hotel- und Gaststätten-Branche bezeichnete Dirk Müller "nicht mehr als befriedigend". Der Verband verzeichnet in den vergangenen zehn Jahren einen Mitgliederschwund, der aber laut Müller auf das "Sterben" der Landgastronomie zurückzuführen ist.Gemeindehäuser graben Gasthäusern das Wasser ab

Rund 60 Prozent der Betriebe im Hotel- und Gaststättenbereich sind im Verband organisiert. Ursachen für Schrumpfen der Zahl der Betrieb gibt es viele. Die Kommunen bauen nach Meinung des Verbandes zu viele Bürgerhäuser, die dazu beigetragen, die Landgastronomie kaputt zu machen. "Und überall gibt es Feste, wo sollen die Leute da noch hingehen", beklagte sich ein Gastronom. Ein weiterer Punkt, so Müller, ist der Staat. "Nicht die Steuern, sondern die Personalabgaben und immer wieder Auflagen über Auflagen, die wir bekommen, sind unser stärkstes Problem, da haben viele sehr schwer mit zu kämpfen." Bei der Wahl des neuen Vorstandes des Kreisverbandes Südeifel gab es keine Überraschungen und Veränderungen. Vorsitzender bleibt Peter Wagner (Irrel), sein Stellvertreter ist weiterhin Gerd Schneider (Daun). Michael Wagner (Bitburg ) und Andrea Zastrow (Prüm) wurden wieder als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Als neue Beisitzer wurden Anna Heimes (Michelbach) und Thomas Herrig (Meckel) in den Vorstand berufen.