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Ende der Vollsperrung vor dem Winter

Ende der Vollsperrung vor dem Winter

Fast vier Monate besteht nun die Vollsperrung der B 410 zwischen Daleiden und Dasburg, Autofahrer müssen eine weite Umleitung in Kauf nehmen. Doch läuft alles nach Plan, kann die Straße vor dem Winter wieder befahren werden.

Daleiden/Dasburg. Wirtschaftswege und Kreisstraßen statt Bundesstraße: Seit Ende Juni müssen Autofahrer auf dem Weg von Prüm oder Arzfeld nach Luxemburg mit einer weiträumigen Umleitung leben (der TV berichtete). Denn die Bundesstraße 410 zwischen Daleiden und Dasburg wird unter einer Vollsperrung ausgebaut.
Hauptgrund dafür ist die aufwendige Verbreiterung der Straße, die bislang an einigen Stellen nur rund fünf Meter maß. Deshalb war es nicht möglich, zumindest eine Spur an der Baustelle vorbeizuführen. Nach dem Abschluss der Arbeiten soll die Straße im Mittel rund 6,20 Meter breit sein.
Doch dazu sind umfangreiche Erdarbeiten notwendig, weil die Straße vielfach an einem Hang entlangläuft und deshalb aufgeschüttet und gesichert werden muss. Damit sei man auf einer Länge von rund 900 Metern derzeit zugange, berichtet Markus Fohn von der Straßenmeisterei Prüm. Gleichzeitig laufen die Arbeiten an der Straßenentwässerung und den Wasserdurchlässen. Auf der Hangseite werden Sickergräben angelegt, damit das Wasser nicht über die Straße läuft.
In einem anderen Bereich werde der pechhaltige Straßenbelag entfernt, sagt Fohn. Das Material wird nicht entsorgt, sondern so aufbereitet, dass es bei der neuen Tragschicht wieder verwendet werden kann.
"Insgesamt sieht es recht gut aus", sagt Fohn. Er rechnet damit, dass Mitte November die erste bituminöse Schicht aufgebracht werden kann.
"Wir gehen davon aus, dass die Baumaßnahme in diesem Jahr so weit fertig wird, dass wir über den Winter den Verkehr wieder fließen lassen können", sagt Josef Arens vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein. Nach dem Frühjahr soll die abschließende Deckschicht auf die Straße kommen.
Danach steht der zweite Bauabschnitt an, der vom Mühlbachtal bis nach Dasburg führt. Insgesamt werden für die Arbeiten 3,6 Millionen Euro veranschlagt, von denen 1,4 Millionen auf den ersten und 2,2 Millionen auf den zweiten Bauabschnitt entfallen. Die Kosten trägt der Bund.
Im Zuge des Ausbaus der Bundesstraße stehen auch noch zwei Ortsdurchfahrten auf der Liste des Landesbetriebs: Sowohl in Dasburg als auch in Irrhausen sollen sie neu gemacht werden.
In beiden Dörfern birgt die Straße noch gefährliche Engstellen und ist stellenweise in einem schlechten Zustand. Mit einem Baubeginn ist jedoch voraussichtlich nicht vor 2013 zu rechnen.