Ende einer Rumpelpiste

Die Trierer Straße (L 20) in Hallschlag ist seit langem völlig marode, doch dieser Zustand wird noch in diesem Jahr ein Ende haben. Im Frühjahr soll die Sanierung beginnen, in die Land und Gemeinde rund 880 000 Euro investieren.

Hallschlag. Schon lange ist die Trierer Straße in Hallschlag als Rumpelpiste bekannt. Doch damit soll bald Schluss sein, denn die L 20 steht im Ausbauprogramm des Landes für dieses Jahr. Derzeit bereitet der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein die Ausschreibung des Projekts vor, so dass der Ausbau im Frühjahr beginnen kann. "Wir hoffen, dass das klappt", sagt Hallschlags Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Breuer. "Die Straße hat es bitter nötig." Man arbeite schon rund zehn Jahre daran, dass der Ausbau endlich angegangen werde.
Verkehr soll abgebremst werden


Nun ist man am Ziel: Auf einer Länge von rund 800 Metern wird die Straße erneuert, berichtet Josef Arens vom LBM. Dazu sind verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Verkehrsinseln und Fahrbahnverschwenkungen vorgesehen. Außerdem soll in Höhe des Spielplatzes eine Bushaltestelle angelegt werden. Bei den Kosten erwartet der LBM eine Summe von rund 740 000 Euro für das Land, rund 140 000 Euro kommen auf die Gemeinde zu. Dies seien allerdings erst ungefähre Schätzungen, sagt Arens. Die genauen Kosten stünden erst nach der Ausschreibung fest. Die Gemeinde plant, entlang der Straße beidseitig Gehwege anzulegen. Lediglich bei einem rund 120 Meter langen letzten Stück am Ortsausgang in Richtung Ormont wird noch geprüft, ob man aus Kostengründen auf eine Seite verzichten könne.
Ob die Straße für die Bauphase komplett gesperrt wird, ist ebenfalls noch unklar. "Aber wir versuchen, wenn es nur irgendwie geht, unter Vollsperrung zu arbeiten", sagt Arens. Denn so könne die Baufirma schneller und damit kostengünstiger arbeiten - und die Anwohner würden nicht so lange durch die Baustelle beeinträchtigt. Bislang ist geplant, dass die Arbeiten bis zum Herbst abgeschlossen werden. "Wir wollen das auf jeden Fall noch in diesem Jahr durchziehen", sagt Arens.
Weitere Projekte in Vorbereitung


Ein zweites Projekt, das der LBM in diesem Jahr angehen wird, ist die Ortsdurchfahrt in Neuendorf. "Das wird definitiv kommen", sagt Arens. Auf der Erledigungsliste des LBM stehen noch einige weitere Projekte. Allerdings ist der Haushalt des LBM noch nicht endgültig beschlossen, so dass einige Vorhaben vielleicht noch ins nächste Jahr verschoben werden müssen.
Keine Hoffnung kann er den ebenfalls unter einer maroden Ortsdurchfahrt leidenden Olzheimern machen. Dort beklagen die Einwohner seit langem den Zustand der "Kraterstrecke" mit ihren Schlaglöchern "so tief wie Schubkarren", die immer nur notdürftig geflickt werde. Sie hoffen, dass das Land endlich tätig wird und den Zustand beendet. Doch bislang ist die Straße nicht im Ausbauprogramm des Landes enthalten. Das bedeutet, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis sich dort etwas tun wird (der TV berichtete).