Verkehr : Endstation Eifel

In Bitburg hält kein Fernbus mehr. Denn Flixbus hat die Eifelstadt von der Linie zwischen Amsterdam und Basel gestrichen.

Die Haltestelle im Bitburger Karenweg sieht aus wie jede andere in der Stadt. Doch für einige Zeit hielten hier nicht nur Linienbusse nach Orenhofen, Auw an der Kyll oder Binsfeld, sondern auch zwei grün-weiße Busse. Gegen 13.30 Uhr konnten die Eifeler damit Richtung Basel, um 15.10 Uhr Richtung Amsterdam reisen.

Am 23. September haben die Fernbusse aber ihre vorerst letzte Fahrt im Karenweg unternommen. Denn das Unternehmen FlixBus hat Bitburg von der Linie 211, die zwischen den Niederlanden und der Schweiz hin- und herpendelt, gestrichen.

Die Bierstadt war in der Region Trier eine von vier Stationen, die von Fernbussen angefahren wurden. Nun gibt es nur noch drei: Trier, Wittlich und der Flughafen Hahn im Hunsrück. Auf der Strecke, die durch Bitburg führte, liegen unter anderem Aachen, Strasbourg, Colmar und Eindhoven. Also Ziele, die  für Touristen attraktiv sind. Nur sind im Karenweg anscheinend zu wenige eingestiegen.

Die „fehlende Nachfrage“ nennt FlixBus-Sprecher David Krebs jedenfalls als einen entscheidenden Grund, warum Bitburg nicht mehr „ans Streckennetz angeschlossen“ ist. Weitere „operative Herausforderungen“ seien hinzugekommen, heißt es in einer Antwort auf eine TV-Anfrage. Damit ist unter anderem gemeint, das es für die Fahrer ein zu großer Umweg war, die Bierstadt anzufahren. Die Fahrzeiten für die Passagiere verzögerten sich. Und das lohnte sich für die wenigen Personen nicht, die im Karenweg einstiegen. Auch wenn der Sprecher das nicht mit konkreten Zahlen belegen will.

Das heißt, dass die Linie 211 aktuell ohne Stopp zwischen Trier und dem belgischen Verviers hin- und herpendelt. Allerdings, so der Sprecher, werde das Streckennetz „stetig optimiert“. Es könne daher sein, dass sich an der Verbindung bald wieder etwas ändert. Die Stadtverwaltung hofft, dass die Busse dann wieder Station in Bitburg machen, glaubt an eine „vorübergehende Einstellung der Linie“.

Auf TV-Anfrage teilt Pressesprecher David Krebs allerdings mit: Ein Wiederanschluss Bitburgs sei zwar „zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen.“ Wahrscheinlich ist er aber nicht. Denn aktuell gebe es dafür keine „konkreten Pläne“.

Im Online-Streckennetz des Unternehmens allerdings findet sich die Haltestelle in der Eifel noch. Auch im Karenweg weist eine grüne Tafel weiterhin auf die Verbindungen nach Amsterdam und Basel hin, die es seit Wochen nicht mehr gibt. „Flixbus wird an der Haltestelle zeitnah einen Hinweis für die Fahrgäste anbringen, dass die Haltestelle nicht angefahren wird“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Passiert ist das bislang nicht.