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Energieagentur arbeitet mit Kommunen an ihrem Stromverbrauch

Ressourcen schonen : Energieagentur arbeitet mit Kommunen an ihrem Stromverbrauch

Acht Kommunen aus den Landkreisen Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm packen gemeinsam ihr Energiemanagement an. Ziel ist zunächst eine Bestandsaufnahme und dann eine Verbesserung des Verbrauchs.

Systematisches Energiemanagement in der Kommune spart Ressourcen, entlastet den Haushalt und mindert den Ausstoß von schädlichen Stoffen. Acht Kommunen aus der Region haben nun  damit begonnen, die Energieverbräuche ihrer Liegenschaften – wie die von Verwaltungsgebäuden, Schulen und Kindergärten – genauer unter die Lupe zu nehmen. Unter anderem werden die Energieverbräuche in Zusammenhang mit dem Zustand der Gebäude und ihrem Nutzerverhalten systematisch betrachtet und analysiert.

In öffentlichen Gebäuden fallen wegen ihrer Größe und Nutzungszeiten jährlich hohe Energiekosten an. Mit steigenden Kosten für Energie lohnt es sich für die Kommunen zunehmend, sich stärker mit dem Thema zu befassen – und zugleich ihrer „Vorbildrolle“ bei der Umsetzung der Energiewende gerecht zu werden.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz hat in den vergangenen fünf Jahren bereits viele rheinland-pfälzische Kommunen bei der Einführung und Etablierung eines Energiemanagements für ihre Liegenschaften erfolgreich begleitet. Nun hat sie das Projekt „Energiecontrolling und -management für kommunale Liegenschaften“ neu aufgelegt und bietet das Projekt landesweit in sechs Regionen an.

Insgesamt acht Kommunen sind bisher bei der neuen Schulungsreihe im ehemaligen Regierungsbezirk Trier dabei, darunter die Verbandsgemeinde (VG) Traben-Trarbach, die VG Wittlich-Land, die VG Daun, die VG Ruwer, die VG Trier-Land, die Stadt Bitburg, der Vulkaneifelkreis und der Kreis Trier-Saarburg.

Die Stadt Trier wiederum nimmt an einer gesonderten Reihe für fortgeschrittene Kommunen teil. Ziel des Projekts ist, die Kommunen bei der Einführung und Etablierung einer systematischen Energiekontrolle zu unterstützen, denn oft spielten bei früheren Bauten aufgrund niedriger Preise für Strom und Heizenergie Energieaspekte keine Rolle, so dass kein Augenmerk auf die Entwicklung von Verbräuchen gelegt wurde.

Durch die Einführung oder auch Verbesserung des Energiemanagements erhalten die Kommunen Transparenz zum Energiebedarf und können dadurch die vorhandenen Einsparpotenziale heben und Einsparungen ermitteln.

„Klimaschutz ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Als Kommune haben wir eine wichtige Vorbildfunktion, und die Bemühungen für den Klimaschutz dürfen wir auch in den momentan schwierigen Zeiten nicht hintenanstellen“, sagt Andreas Ludwig, Dezernent für Umwelt, Planung, Bauen und Verkehr sowie Beigeordneter der Stadt Trier.

Durch die aktive Teilnahme von Mitarbeitern aus der Verwaltung an den vierteljährlich ausgerichteten Arbeitstreffen, die die Energieagentur Rheinland-Pfalz organisiert, und die parallele Einführung des Energiemanagements werden Effizienzmaßnahmen entwickelt und umgesetzt, um den Energieverbrauch dauerhaft und nachhaltig zu senken und somit Kosten zu sparen.

„Oft kümmert sich in den Kommunen niemand speziell um die Energieverbräuche – die Rechnungen werden zwar bezahlt, aber wofür und wieviel Strom und Wärme in welcher Liegenschaft verbraucht wird und wie sich die Verbräuche entwickeln, das wird nicht erfasst“, sagt Mareen Kilduff, Leiterin des Projekts bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Nicht nur unter Kosten-, sondern auch unter Umweltaspekten sei es aber geboten, die Energieverbräuche und ihre Entwicklung genauer ins Blickfeld zu nehmen. „Die meisten Kommunen sind dann überrascht, wie groß das Einsparpotenzial ist.“