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Energiewende beginnt auf dem Land

Energiewende beginnt auf dem Land

Der Essener Energiekonzern RWE und der Bitburg-Prümer Landrat Joachim Streit hatten gemeinsam Kommunalvertreter, Unternehmer und Verbandsmitglieder zum Energiedialog eingeladen. Rund 200 Gäste haben mit dem RWE-Deutschland-Vorsitzenden Arndt Neuhaus in der Stadthalle diskutiert.

Bitburg. Bei RWE besteht Einigkeit, dass die Energiewende in Deutschland auf lokaler Ebene vorangetrieben werden muss. Der Konzern sieht sich dabei als Partner der regionaeln Akteure, stellte der Vorstandsvorsitzende der RWE Deutschland AG, Arndt Neuhaus, heraus. "Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dabei werden erneuerbare Energien die zentrale Rolle spielen", sagt der RWE-Mann.
"Herausforderungen, denen sich RWE Deutschland als Partner der Kommunen für erneuerbare Erzeugungskonzepte oder als Innovator im Rahmen von Modellprojekten gestellt hat", so der Konzern. Davon profitieren auch ländliche Regionen - so zum Beispiel der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit dem innovativen Modell-Projekt Smart Country.
In Bitburg stellte der Vorstandsvositzende aber auch andere Projekte aus der Region Trier vor. Die Renergie Stadt Wittlich GmbH wurde beispielsweise im Juni 2012 gegründet, um im Stadtgebiet regenerative Energieformen innovativ zu nutzen. Gesellschafter sind mit 70 Prozent die Stadt Wittlich und mit 30 Prozent RWE. "Für den Konzern ist es kein Problem, auch den kleineren Partner in einer gemeinsamen Gesellschaft einzunehmen", sagt ein Unternehmenssprecher. Für die drei Solar-Anlagen hat die Renergie Stadt Wittlich 250 000 Euro investiert. Die drei Dächer sollen etwa jährlich eine Gesamtleistung von 140 000 Kilowattstunden (kWh) an Strom erzeugen. In Hermeskeil ist der Konzern bei einer Biogasanlage regionaler Partner: Der Landkreis Trier-Saarburg, die Verbandsgemeinde Hermeskeil, das RWE Deutschland und die Eiden-Agro GmbH wollen gemeinsam das Rathaus, die Grundschule, das Schulzentrum, die Hallen und das Hallen- und Freibad mit Wärme aus regenerativer Energie versorgen. Für den Konzern spielen die regionalen Projekte eine Hauptrolle bei der Energiewende. red