Engagiert für die ganze Familie
Kinder und Jugendliche sind ihr Anliegen: Conny Bohn und Marlies Schwickerath aus Gindorf haben sich bei der Aktion "Helden im Alltag" beworben und es in die Endrunde geschafft. Seit neun Jahren leiten sie ehrenamtlich die Kinder- und Jugendgruppe in Gindorf. Der Trierische Volksfreund und die RWE Rhein-Ruhr suchen "Helden des Alltags". Zehn Bewerber sind von einer Jury ausgeählt worden, darunter auch Ingrid Hehemann aus Bitburg.
Bitburg. Der ökumenische Tanzkreis ist ihr Leben. Woche für Woche lassen sich rund 30 Senioren von Ingrid Hehemann aus Bitburg zum Tanzen animieren. "Ich möchte ein bisschen Wärme, Licht und Menschlichkeit, verbunden mit guter Musik, vermitteln", sagt Hehemann. Seit 18 Jahren lebt sie in der Eifel.
Vor 14 Jahren hat die ehemalige Tanzleiterin einen Tanzkreis gegründet, der aus einer Seniorengruppe der evangelischen Kirchengemeinde entstanden ist.
Von anfangs fünf Mitgliedern wuchs die Tanzgruppe auf 30 Senioren an, darunter nur drei Männer. Offen für alle, gleich welcher Religion und welchen Alters, bietet Ingrid Hehemann Woche für Woche Übungen oder mottogekrönte Nachmittage im Haus der Jugend, Haus Beda oder im Pfarrheim Sankt Peter in Bitburg. "Ich möchte die Menschen aus den Häusern holen, damit sie nicht alleine sind", sagt die 68-Jährige. Und das gelingt ihr ohne Zweifel, denn die Nachmittage sind gut besucht.
Die gibt es rund ums Jahr, denn Urlaub gibt's nicht im Hause Hehemann. Zwischen 55 und 91 Jahre alt sind die Tänzer, die sich zurzeit von der Choreographie Ingrid Hehemanns leiten lassen. Die wird manchmal in schlaflosen Nächten erarbeitet: "Dann geht mir eine bestimmte Musik in die Füße, und ich überlege die passenden Schritte dazu."
Neben der Choreographie und Organisation sämtlicher Nachmittage wird auch noch für den alle zwei Wochen sich wiederholenden Motto-Nachmittag Kuchen gebacken. Da ist Ehemann Jörg eine große Hilfe. Alles wird zu Hause kreiert und per Auto zum jeweiligen Treffpunkt geliefert.
Über allem aber steht das Tanzen und die Musik: "Dabei soll die Seele angesprochen werden, damit die Menschen bis zum nächsten Mal davon zehren können."
Gindorf. (lyv) Eltern und Bürgermeister aus Gindorf haben sie gesucht und gefunden: die beiden Leiterinnen der Kinder- und Jugendgruppe Gindorf. Conny Bohn und Marlies Schwickerath engagieren sich seit neun Jahren in der Freizeitgestaltung der rund 30 Kinder und Jugendlichen aus Gindorf.
Alle zwei Wochen dienstags gehört ihnen der Jugendraum im Ort, der kostenlos genutzt werden darf. Je nach Wetterlage wird gekocht, gebacken oder gebastelt.
Die beiden ehrenamtlichen Leiterinnen gehen nicht wahllos an die Arbeit, sondern haben einen Jahresplan aufgestellt, der eine sinnvolle Freizeitgestaltung bieten soll. "Wir versuchen, uns am Dorfleben zu beteiligen", sagt Conny Bohn. Und das wirkt sich vom Dreck-Weg-Tag über Fastnachtsgestaltung bis hin zur Baumaktion aus, bei der die Gruppe die Patenschaft für die neu gepflanzten Bäume übernommen hat. "All das findet großen Anklang, und die Eltern unterstützen uns, wo es nur geht", sagt Marlies Schwickerath.
Große Begeisterung für die jungen Menschen fand die Aktion "Adventsfenster" vor zwei Jahren, bei der an jedem Adventsabend an einem Gindorfer Haus ein feierlich geschmücktes Fenster eröffnet wurde. "Wenn man Kindern ein Ziel bietet, dann sind sie einfach engagiert", sagt die Krankenschwester Conny Bohn. Und dafür setzen sie sich ein. Die beiden Frauen organisieren neben den zweiwöchentlichen Aktivitäten ebenso Informationstage zur Drogenproblematik, unternehmen Naturerkundungen durch den Wald mit einem Förster oder bieten Erste-Hilfe-Kurse an.
"Es würde mir etwas fehlen, wenn ich diese Arbeit nicht mehr machen könnte", erklärt Conny Bohn und "auch im Dorf würde etwas fehlen", weiß Marlies Schwickerath.