1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Enge Straßen, volle Geschäfte, treue Kunden

Enge Straßen, volle Geschäfte, treue Kunden

Der Mantelsonntag in Prüm bleibt ein Besuchermagnet: Tausende sind gestern durch die Straßen der Abteistadt flaniert und genossen neben den Sonnenstrahlen das Angebot der Markt- und Geschäftsleute.

Prüm. "Prüm ist für uns immer interessant. Wir kommen gerne - schon zig Jahre", sagt Marktkaufmann Günter Krämer, der an seinem Stand in der Hahnstraße Socken, Strümpfe und Strumpfhosen verkauft. Drumherum knubbeln sich die Besucher. Kein Wunder, dass der freundliche 78-Jährige aus Mürlenbach verspricht, auch weiterhin zum Markt in die Abteistadt zu kommen, "so lange es geht".
Es geht wirklich einiges an diesem vielleicht letzten fast durchweg sonnigen und warmen Herbstsonntag. Proppenvoll sind die Straßen, man hat den Eindruck, es seien noch einmal ein paar Besucher mehr als in den vergangenen Jahren: "Sehr viele, ja", bestätigt auch die Vorsitzende des Gewerbevereins Prüm eifelstark, Christine Kausen. Man werde wohl locker auf 10 000 Gäste kommen, schätzt sie. Und alle seien entspannt unterwegs. "Das ist es, was den Mantelsonntag ausmacht. Es ist einfach der stärkste Tag."
Viele Menschen seien in größeren Gruppen gekommen, etliche davon auch aus der weiteren Umgebung: Aus Belgien und den Niederlanden seien ebenfalls schon Kunden bei ihr im Geschäft gewesen, sagt Christine Kausen.
Zwei wollen gerade hinein: Susanne Geisen aus Pronsfeld und ihre Mutter Martina, die in Trier wohnt. Sie kommen jedes Jahr zum Mantelsonntag - "weil hier so eine tolle Atmosphäre ist", sagt Martina Geisen. "Schöne Geschäfte, die Gastronomie ist toll, es ist gemütlich, alles liegt nah beieinander." Einen Schal haben sie bereits gefunden und gekauft - weitere Käufe, vermutet Susanne, seien nicht ausgeschlossen. "Und dann", ergänzt ihre Mutter, "gehen wir noch einen guten Kaffee trinken. Da freuen wir uns drauf."
"Alle sind gut gelaunt und fröhlich", sagt auch Verkäuferin Conny Weinandy im gut gefüllten Baur Store in der Hillstraße. Chefin Sylvia Baur, die gerade noch ein Verkaufsgespräch abgewickelt hat, zeigt sich ebenfalls zufrieden: "Sehr gute Resonanz, sehr gute Stimmung in der Stadt." Das gilt auch am oberen Ende der Hillstraße: Dort liegt das Konvikt, drumherum ist der große Bauernmarkt aufgebaut. Mit dabei: Ludwig Engel aus Röhl mit seinem Obststand. Zum ersten Mal hilft Daniela Niggemann beim Verkauf aus: "Ich habe noch nichts Negatives erlebt, die Leute sind alle sehr nett." Und sie freuen sich darüber, dass sie am Stand so viele alte Apfelsorten finden - Ludwig Engel zählt auf: "Goldparmäne, Rote Sternrenette, Roter Kardinal - und die wachsen in Röhl". In Prüm wiederum sind einige davon bereits ausverkauft. Gute Kundschaft, beste Laune: ein starker Tag eben.