Enkel fragen, Großeltern antworten

Enkel fragen, Großeltern antworten

"Welche Kleidung wurde im Alltag getragen?" "Wo und wie hast du deinen Ehepartner kennengelernt?" "Wie hast du deine Freizeit verbracht?" Mit derartigen Fragen an die Großeltern haben die Biesdorfer Schüler und ihre Partner aus fünf europäischen Ländern ein Treffen im Rahmen des Comenius-Programms der Europäischen Union vorbereitet.

Biesdorf. Die Einbeziehung von europäischen Themen in den Schulalltag ist Teil des Schulprogramms, ein Treffen Bestandteil einer Projektarbeit im Rahmen des Comenius-Programms der Europäischen Union. Dabei arbeitet das Biesdorfer St.-Josef-Gymnasium mit Schulen aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen. In Biesdorf stand das konkrete Kennenlernen der früheren Lebenswelt der Großeltern im Mittelpunkt. Die Partner aus Mönchengladbach, Diekirch (Luxemburg), Neerpelt (Belgien), Zeist (Niederlande) und Sternberk (Tschechien) hatten das Thema gewählt, weil in der europäischen Gesellschaft ältere Menschen, aktives Altern und ein unabhängiges Leben im Alter an Bedeutung gewinnen. Die Zahl der älteren Menschen wächst, die Kluft zwischen Jung und Alt wird größer. Die Schüler hatten im Vorfeld ihre Großeltern über ihr Leben früher interviewt. Die Auswertung dieser Befragung stand ebenso auf der Tagesordnung wie ein von der Theater-AG inszenierter Sketch "Die Bank der Zukunft", ein gemeinsamer Tanzkurs und der Besuch des Mehrgenerationenprojekts Schammatdorf in Trier. Pater Wilhelm von Rüden informierte die Lehrer über das Compassio-Sozialprojekt des St.-Josef-Gymnasiums, bei dem die Schüler ein Praktikum in sozialen Einrichtungen absolvieren. Es folgte ein Besuch im Altenheim St. Vinzenz in Körperich, wo derzeit Biesdorfer Schüler ihr Sozialpraktikum absolvieren. Die Gastgeber mit ihren Projektlehrerinnen Stephanie Jost und Stephanie Metzler sowie Comenius-Koordinator Franz Bittner hatten das Programm vorbereitet. red comenius.sjgy.de