Polizei: Entlaufene Kälber von Regionalbahn erfasst

Polizei : Entlaufene Kälber von Regionalbahn erfasst

(red)  Zwei Kälber sind am Donnerstagmorgen bei Auw/Kyll vor einen Zug gelaufen. Für beide bedeutete das den Tod. Reisende wurden nicht verletzt.

Wie die Bundespolizeiinspektion Trier mitteilt, erfasste die Regionalbahn 11309, die auf der Strecke zwischen Gerolstein und Trier unterwegs war, gegen 7.05 Uhr bei Auw die zwei Kälber. 

Die beiden Tiere hätten unvermittelt im Gleis gestanden, worauf der Triebfahrzeugführer eine sofortige Schnellbremsung eingeleitet habe.

Dennoch sei beim Aufprall ein Kalb tödlich verletzt worden. Beamte der Bundespolizei Trier, die den Unfall aufnahmen, hätten das zweite Kalb aufgrund der Schwere der Verletzungen durch einen Schuss aus einer Dienstwaffe von seinem Leiden erlöst. Da am Triebfahrzeug auch kein Schaden entstanden war, hätte der  Zug sogar direkt weiterfahren können.

Allerdings mussten der Unfall aufgenommen und die Strecke noch geräumt werden, sodass die Bahn mehr als eine Stunde lang stand. Um 8.11 Uhr wurde auch der andere Teil der Strecke gesperrt, um das Gleis zu räumen. Gegen 8.20 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben: Die Zugfahrt ging weiter.

 Wer Eigentümer der beiden Kälber ist, steht bereits fest. Er meldete sich schon während der Unfallaufnahme bei der Polizei vor Ort.

Die Tiere waren offenbar ausgebüxt. Jetzt hat er nicht nur den Schaden zweier verendeter Kälber zu tragen, sondern muss möglicherweise mit Regressansprüchen der Bahn rechnen.

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