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"Entweder Pacht zahlen oder Abflug machen!"

"Entweder Pacht zahlen oder Abflug machen!"

Räumungsklage, Gerichtsverfahren und Streit: Bis heute nutzt die Flugplatz Bitburg GmbH das Flugfeld, das in Eigentum des Bundes ist, kostenlos. Denn die Parteien können sich seit Jahren nicht auf eine angemessene Pacht einigen. Die Mitglieder des Vereins "Bürger gegen Nachtflug" fordern eine baldige Klärung.

Bitburg. Sie sind ergraut - aber immer noch putzmunter - die Mitglieder des Vereins Bürger gegen Nachtflug, die sich zu ihrer Jahreshauptversammlung im Hotel Simonbräu in Bitburg getroffen haben.
Seit 20 Jahren begleiten sie nun kritisch die Entwicklung am Flugplatz Bitburg. Wobei der Traum eines Großflughafens Bitburg mit Fracht- und Passagierbetrieb, womit Bitburg ins internationale Flug-Business starten wollte, längst ausgeträumt ist. Übrig geblieben ist ein Fallschirmsprungbetrieb mit einigen Arbeitsplätzen sowie die Flugplatz Bitburg GmbH (FBG) als Betreiberin des Landeplatzes mit überwiegendem Freizeit-Flugbetrieb. Die FBG und Bundesanstalt für Immobilien (Bima) stehen seit geraumer Zeit in der Öffentlichkeit, da sie sich nicht auf eine für beide Seiten akzeptable Pacht für das Flugfeld einigen können ( der TV berichtete).
Den Flugplatzkritikern geht diese Hängepartie mittlerweile unheimlich auf den Keks: "Es muss endlich eine Entscheidung getroffen werden, damit der Bund Einnahmen erzielt und der Rest des Geländes vermarktet werden kann", sagt der Vereinsvorsitzende Ludwig Kewes. Es sei nicht mehr hinnehmbar, dass dort Geld, auf das die Allgemeinheit einen Anspruch habe, in den Taschen wohlhabender Privatleute, nämlich der Mitglieder der Flugplatz Bitburg GmbH, bleibe, sagt Kewes.
Doch eine Nachfrage bei Eugen Wallesch, Geschäftsführer der Flugplatz Bitburg GmbH, wirft eher weitere Fragen auf, als dass sie solche beantwortet. "Die Pachtverhandlungen sind auf Eis gelegt worden. Die werden wir auch nicht weiter verfolgen, weil es eine andere Lösung geben wird, womit alle Beteiligten, auch die Flugplatzkritiker, zufrieden sein werden", erklärt Wallesch. Was jetzt? Hat sich doch noch ein Investor gefunden, oder kauft die Flugplatz GmbH selbst das Flugfeld? "Dazu werde ich aktuell noch nichts sagen", erklärt Wallesch. Worauf der Flugplatz-Geschäftsführer abhebt, bleibt also in diesem Jahr noch sein Geheimnis, das die TV-Redaktion aber mit Sicherheit flugs lüften wird. cmo