"Er war auf der Stelle tot"

Mit hoher Geschwindigkeit geriet am Montag (der TV berichtete) ein 52-jähriger Motorradfahrer auf der B 51 bei Blankenheim in den Gegenverkehr und prallte gegen einen LKW. "Er war auf der Stelle tot", so ein Polizeisprecher. Der LKW-Fahrer aus Neuerburg erlitt einen Schock.

 Entsetzlicher Anblick: Das Motorrad hatte sich beim Aufprall unter den Laster gebohrt. Fahrer und Krad wurden noch 30 Meter mitgeschleift. Foto: Hilgers

Entsetzlicher Anblick: Das Motorrad hatte sich beim Aufprall unter den Laster gebohrt. Fahrer und Krad wurden noch 30 Meter mitgeschleift. Foto: Hilgers

Blankenheim. "Ich habe im Rückspiegel gesehen, wie der Kradfahrer zum Überholen ansetzte und dabei blinkte. Dann sah ich nur noch, wie Teile umherflogen", erklärte eine geschockte Zeugin der Polizei.Zu dem schrecklichen Unfall kam es an jener Stelle der B 51 von Tondorf in Fahrtrichtung Blankenheim, wo diese wieder einspurig wird. Rund 200 Meter vor dem Abzweig Blankenheim (Aral-Tankstelle) scherte der Biker aus Weilerswist wohl kurz vor dem Ende der zweiten Spur zum Überholen aus und geriet über die schraffierte Fläche hinweg auf die Gegenfahrbahn - und dort frontal gegen den Lastwagen.Durch die Wucht des Aufpralls bohrte sich die Kawasaki mit dem Fahrer unter den Lastwagen, der nach 30 Metern zum Stillstand kam. Fahrer und Krad wurden mitgeschleift. Das Krad wurde dabei regelrecht zerfetzt. Selbst der Motorblock wurde auseinandergerissen. Der Kradfahrer hatte keine Chance, diesen Unfall zu überleben.Der 38-jährige Lastwagenfahrer aus Neuerburg im Eifelkreis Bitburg-Prüm erlitt einen Schock und war nach dem Unfall nicht mehr ansprechbar. Er wurde nach der notärztlichen Versorgung am Unfallort ins Krankenhaus Mechernich gebracht.Auch die Polizeibeamten und die Feuerwehrleute waren geschockt. Brandinspektor Josef Hellendahl vergewisserte sich bei seinen Männern immer wieder, ob diese der psychologischen Belastung gewachsen seien. Die Polizei bedankte sich nach dem Einsatz bei den Männern der Feuerwehr aus Blankenheim und Blankenheimerdorf für ihren tatkräftigen Einsatz. Am Lastwagen wurde durch den Aufprall des Motorrads die Ölwanne abgerissen, wodurch auf einer Länge von gut 30 Metern das heiße Öl über die Fahrbahn floss und diese mit einem schmierigen Film überzog. Der Feuerwehr gelang es nicht, mit Ölbindemitteln die Straße zu reinigen. Dazu war der Ölfilm zu tief in die Poren der Fahrbahn eingedrungen. Daher musste am Nachmittag eine Spezialfirma anrücken, um die Straße zu säubern. Bis 16.30 Uhr blieb die Bundesstraße 51 im Bereich der Unfallstelle gesperrt.

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