Erfolg mit Niederdruck

IRREL. Mit einem Niederdruckreiniger für die Fahrzeugwäsche will Rainer Schäfer aus Irrel erfolgreich sein. Die Fachkraft für Umweltschutz und Energiewirtschaft bietet seine Entwicklung bei Betreibern von Autowaschstraßen an.

Der herkömmliche Hochdruckreiniger ist weit verbreitet. Er findet sowohl in Privathaushalten als auch bei professionellen Waschstraßen seine Anwendung. Die Vorteile: Schnelle und kraftvolle Reinigung. "Damit sind aber entscheidende Nachteile verbunden. Energie- und Wasserverbrauch sind hoch. Zu hoch, wenn wir die heutigen Energiekosten in Ansatz bringen und einen Blick auf die Umweltverträglichkeit werfen", sagt Rainer Schäfer. Grund genug für den ehemaligen Servicetechniker eines bekannten deutschen Produzenten für Hochdruckreiniger, sich in eine andere Richtung zu entwickeln. Mit einem Niederdruckreiniger will Schäfer die Fahrzeugwäsche sparsamer und umweltverträglicher gestalten. Dazu hat er eine eher unscheinbare Konstruktion entwickelt: Ein Edelstahlgehäuse beherbergt die Einheit aus Wasch- und Bezahlsystem. Angeschlossen an die normale Wasserleitung, arbeitet das Gerät mit dem ortsüblichen Wasserdruck. Zusammen mit einem Reinigungsmittels, das während des Waschvorganges automatisch in die rotierende Bürste eingebracht wird, kann die Fahrzeugwäsche erfolgen. "Die Einrichtung verbindet die Niederdrucklanze mit der auswechselbaren Schaumbürste. Für den Einstieg ins Autowaschgeschäft oder die Ergänzung einer bestehenden Anlage genügt bereits die Stellfläche von nur einem Quadratmeter. Benötigt werden lediglich Wasser- und Stromanschluss", erklärt Schäfer. Bei gleicher Reinigungsleistung lasse sich damit die Hälfte der bisher erforderlichen Wassermenge einsparen. Dabei bietet die Einheit nach Schäfers Beschreibung Vorteile sowohl für den Betreiber als auch für die Kunden. "Durch die einfache Bauweise, die verwendete Technik und den geringen Verbrauch sind die Kosten für Anschaffung und Betrieb niedrig", so Schäfer. Dem Betreiber bliebe damit bei jedem Waschvorgang ein tatsächlicher Gewinn. Durch die modulare Bauweise sei ein Service vor Ort in der Regel nicht notwendig. Eventuell defekte Teile könnten per Post bestellt und selbst eingebaut werden, verspricht der Hersteller. Für die Kunden soll der SB-Niederdruckreiniger einfach zu bedienen sein. "Geld einwerfen und jeder sieht, wie viel Zeit ihm noch für die Reinigung bleibt", erklärt Schäfer. Seine Zielgruppen: "Besitzer von Waschstraßen, die einen SB-Niederdruckreiniger als Ergänzung ihres Reinigungsparks benötigen und Unternehmer, die diesen Service neben ihrem eigentlichen Angebot vermarkten wollen." Zwischen 7000 und 10 000 Euro kostet die Anschaffungen eines SB-Niederdruckreinigers. Die Investition soll sich in Kürze amortisieren. Rainer Schäfer ist optimistisch: "Wenn es gut läuft, dann kann ich auch weitere Arbeitsplätze schaffen."